Insead-Stipendiatin Banu Deniz Celiköz
„Vielfalt, Offenheit und Freundlichkeit“

Banu Deniz Celiköz, 32, ist die Siegerin des ersten MBA-Stipendiums vom Handelsblatt und der Business School Insead. Ihr Studium begann vor einigen Monaten. Im Interview verrät sie, was ihr am meisten gefällt – und was verbessert werden sollte.

Handelsblatt: Warum wollten Sie eigentlich einen MBA machen?

Banu Deniz Celiköz: Ich weiß nicht mehr wann oder wie ich zuerst darauf kam, aber ich habe schon mit 13 Jahren daran gedacht, später mal an einer sehr guten Uni einen MBA zu machen. Ich erwarte durch einen EMBA meine Vision zu erweitern, was natürlich als ein großer Schritt in meiner Karriere auswirken wird. Gleichzeitig macht es mir sehr viel Spaß neues Wissen zu erlernen und neue Perspektiven kennen zu lernen.

Ihr MBA-Studium hat vor einigen Monaten begonnen; Sie haben jetzt bereits die ersten Präsenzblöcke absolviert. Was hat Sie am meisten erstaunt?

Die Qualität vom Aufnahmeprozess bei Insead hat mich besonders erstaunt. Wie Insead so viele besondere Leute mit diversen Backgrounds aus aller Welt zusammenbringen konnte, fasziniert mich noch immer.

Was gefällt Ihnen am meisten?

Es gibt vieles, was mir gefällt. Hoher Ausbildungsstandard, Vielfalt, Offenheit und Freundlichkeit, gepaart mit hoher Professionalität gefallen mir am meisten.

Was gefällt Ihnen am wenigsten am Insead? Nur weil Sie unsere Stipendiatin sind, müssen Sie nicht alles toll finden...

Wenn ich irgendwas nicht toll finden würde: In den USA ist Insead weniger bekannt als in Europa und Asien. INSEAD arbeitet aber schon stark daran.

Zu der Natur eines berufsbegleitenden MBA-Studiums gehört der Stress, Beruf und Studium zu bewältigen. Wie kommen Sie damit klar?

Ich mache mir nie Stress und ich denke, dass die Deutschen das Wort viel zu oft benutzen. Ich habe eine andere Vorstellung. Jetzt habe ich zwar viel mehr zu tun. Aber, weil ich es selber ausgewählt habe, darf ich mich nicht beschweren. Ich komme gut damit klar: mit Prioritätensetzung, mit Konzentration und mit dem Bewusstsein, stets „ im Hier und Jetzt“ zu sein.

Man sagt, dass ein MBA-Studium die Menschen verändert, weil plötzlich (beruflich) ganz andere Dinge möglich werden, die vorher unmöglich erschienen. Geht Ihnen das auch so?

Ich glaube an Transformation, aber nicht an Reengineering von Leuten. Der Vorteil bei Insead ist, dass viele Leute kommen und weiter studieren, um sich zu entwickeln und sie sind bereit sich zu verändern. Ich arbeite nicht nur an meine Schwächen, sondern auch an meinen Stärken. Insead hilft mir dabei mit einem "Leadership Development Programme", wo ich für ein Jahr mit einem persönlichen Coach arbeite. Ein persönliches Benchmarking mit Studienkollegen hat mir dabei sehr geholfen, Karrieremöglichkeiten zu erkennen.

Darf man Sie als Deutsch-Türkin bezeichnen?

Ich sehe mich als Türkin, die in Deutschland lebt. Der Begriff Deutsch-Türkin fördert nur das Schubladen-Denken. In einer globalen Welt sollten die Persönlichkeit und die Leistung zählen. Hinzu soll die Herkunft eine Bereicherung sein.

Ihre Biographie ist ungewöhnlich: Sie sind nicht als Kind türkischer Eltern in Deutschland aufgewachsen, sondern als Türkin beruflich nach Deutschland gekommen. Wie kam es dazu? Was hat Sie bewogen, Ihr berufliches Glück in Deutschland zu suchen?

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