Interesse an MBA-Vollzeitprogrammen geht zurück
Weniger Bewerber für US-Schulen

An schwankende Bewerberzahlen sind die Direktoren amerikanischer Business Schools gewöhnt, im vergangenen Jahr jedoch beobachteten sie einen besorgniserregenden Trend: Die Zahl der weltweiten Bewerbungen für US-MBA-Vollzeitprogramme ist deutlich niedriger ausgefallen als in den Vorjahren.

Eine Ausbildung an der Berkeley's Haas School of Business etwa fanden 26 Prozent weniger Nicht-Amerikaner attraktiv, die Wharton School verzeichnete einen Rückgang um 24 Prozent bei den Anfragen aus Übersee. Über 20 Prozent weniger ausländische Interessenten musste die UCLA Anderson School of Management verbuchen und gar 30 Prozent die Michigan Business School.

Die Gründe für das nachlassende Interesse beispielsweise aus Argentinien, China, Indien oder Japan am US-MBA scheinen ebenso verschieden zu sein wie die Länder selbst. Einige Business Schools machen die US-Wirtschaft für diese Entwicklung verantwortlich. Andere wiederum meinen, die Bewerber-Zahlen sähen nur im Vergleich mit jenen der späten boomenden 90er Jahre bis 2002 so dramatisch aus.

Gemessen an den damaligen Verhältnissen jedenfalls haben heutige Bewerber eine weitaus größere Auswahl und damit mehr Möglichkeiten, den MBA zu erwerben - nicht zuletzt in Europa. Hier ist die Ausbildung mit einer durchschnittlichen Dauer von einem Jahr deutlich kürzer als ihre US-Pendants - so an der IMD oder INSEAD. Letztere Bildungsstätte verzeichnete einen leichtes Plus von 5 Prozent bei den indischen Interessenten.

Auch spielen finanzielle Aspekte bei der Wahl der Schule heutzutage eine weitaus größere Rolle. Im Lichte der unsicheren Wirtschaftslage halten viele Bewerber die hohen Schulgebühren für nicht gerechtfertigt. Zudem schreckt die seit den Anschlägen des 11. September 2001 drastisch verschärfte amerikanische Visa-Politik viele Studenten ab. Alleine im Jahr 2003 wurden 25,3 Prozent der Anträge abgelehnt.

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