Interview mit Matt Symonds, Chef der Worlf MBA Tour
Deutschland ist ein attraktiver Markt

Matt Symonds, Sie sind Mitbegründer der World MBA Tour und Co-Direktor und Mitinhaber von qs network, dem Unternehmen, das die Messe organisiert. In aller Kürze: Was ist die World MBA Tour?

Die World MBA Tour, die es jetzt im elften Jahr gibt, reist mit über 360 MBA-Anbietern in mehr als 35 Länder. Die Messe erlaubt es, an einem MBA-Programm interessierten Besuchern Vertreter der Schulen zu treffen – und das alles an einem Tag und an einem Ort. Darüber hinaus gibt es im Rahmen der Messe auch einige Veranstaltungen/Seminare zu MBA-relevanten Themen.

Die World MBA Tour kommt jetzt im achten Jahr nach Deutschland. Wie hat sich hier in dieser Zeit das Interesse für MBA-Programme entwickelt?

Unsere erste Messe fand 1997 in München statt, und seitdem haben wir eine unglaubliche Entwicklung des deutschen Marktes gesehen. Das betrifft zum einen das Verständnis bei deutschen Interessenten, was ein MBA überhaupt ist. Zum anderen ist Deutschland aber auch ein Schlüsselmarkt für ausländische Schulen geworden.

Die Tatsache, dass es erst seit relativ kurzer Zeit MBA-Programme in Deutschland gibt, bedeutete lange, dass deutsche MBA-Interessenten ins Ausland gingen, vor allem in die USA und Westeuropa. Das ändert sich derzeit.

Die World MBA Tour geht weltweit an 43 verschiedene Orte. Wie wichtig sind da Frankfurt und München im internationalen Vergleich?

Mit London, Paris und Moskau (!) sind Frankfurt und München die Eckpfeiler des europäischen Marktes. Sowohl nach Zahl der vertretenen Business Schools als auch nach den Besucherzahlen gehören Frankfurt und München zu unseren größten Veranstaltungen weltweit.

Wie wichtig ist der deutsche Markt für ausländische, insbesondere US-amerikanische MBA-Anbieter?

Deutschland ist eines der drei wichtigsten Länder in Europa für nicht-deutsche Schulen. Deshalb kommen auch viele britische, französische und US-amerikanische Schulen zweimal im Jahr nach Deutschland.

Aber die beiden Messen in Deutschland ziehen auch eine steigende Zahl von Schulen aus Asien an, die bemüht sind, die Zusammensetzung ihrer Studentenschaft zu internationalisieren. So kommen im Oktober Schulen aus China, Hong Kong, Indien, Japan und Singapur sowie aus Australien nach Deutschland.

Im Übrigen erfreuen sich deutsche Bewerber eines sehr guten Rufes bei ausländischen Schulen, sowohl in Hinblick auf ihre akademischen Fähigkeiten als auch was ihre Berufserfahrung anbelangt.

Die World MBA Tour erlaubt auch interessante Aussagen, was die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher MBA-Angebote anbelangt. Wie viele deutsche Schulen wagen den internationalen Vergleich und nehmen auch an Ihren MBA-Messen in anderen Teilen der Welt teil?

Wir verzeichnen, dass mehr und mehr deutsche Schulen auch den internationalen Wettbewerb nicht scheuen. Anbieter wie Gisma oder die Handelshochschule Leipzig (HHL) sind auf den Messen in Lateinamerika und Asien vertreten, während Simt, Fachhochschule Furtwangen, WHU oder das neue Duke Goethe Executive MBA-Programm eher den west- und osteuropäischen Markt im Auge haben.

Die Fragen stellte Christoph Mohr.

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