Interview mit Peter Lorange, IMD
Weisheit des Abschieds

Unter der Führung von Peter Lorange wurde das IMD eine der erfolgreichsten Business Schools der Welt. Nach 15 Jahren gibt der Norweger im nächsten Jahr den Chefsessel der Manager-Schmiede am Genfer See ab. Zeit für ein Résumé.

Peter, Sie nähern sich dem Ende Ihrer dritten Amtszeit als IMD-Präsident und werden 2008 den Chefsessel räumen. Wo steht IMD heute im Vergleich zum Jahre 1993, als Sie die IMD-Führung übernahmen?

Als ich die IMD-Führung übernahm, lag unser Umsatz ungefähr bei 35 Millionen Schweizer Franken; heute liegt er bei ca. 115 Millionen SFr. Damals hatten wir etwa 25 Millionen SFr Schulden, heute sind wir schuldenfrei.

In Studierendenzahlen ausgedrückt, lässt sich die Entwicklung so beschreiben: Damals hatten wir etwa 65 Studenten im MBA-Programm; heute sind es ca. 90. 1993 hatten wir etwa 2000 Manager jährlich in unseren Fortbildungsprogrammen, heute sind es 3000. Und die Zahl unserer Firmenprogramme ist von 1500 auf 4000 geklettert.

Die Zahlen sprechen für sich. Wie groß ist Ihr eigener Anteil an dieser erfolgreichen Entwicklung?

Es ist in erster Linie eine Teamleistung. Meine Rolle war es, einem hoch motivierten Team dabei zu helfen, nicht den Fokus zu verlieren.

Allgemeiner gefragt: Wie wichtig ist der Dean für eine Business School?

Der Dean ist wichtig, wenn es darum geht, die Richtung vorzugeben, wobei es gut ist, eine Top-Down-Herangehensweise mit dem Bottom-Up-Input von den Dozenten/Professoren und sonstigen Mitarbeitern zu ergänzen. Es muss hier eine Balance geben. Das darf aber nicht heißen, dass man Wischi-Waschi sein darf. Die Leute erwarten von mir, dass ich sie führe. Es ist ein schwieriger Job. Die Professoren, Dozenten und Forscher, ja die gesamte Hochschule, muss das Gefühl haben, dass man für sie arbeitet. Und man muss ziemlich hart arbeiten.

Welches sind die Erfolge, auf die Sie am stolzesten sind?

Ich nenne drei Punkte: Die signifikante Zunahme unseres Geschäfts, das von außerhalb Europas kommt, vor allem aus Asien, aber auch aus Nord- und Südamerika. Der Erfolg neuer Programme, wie etwa das OWP (Orchestrating Winning Performance), ein Konzept, das es an keiner anderen Business School gibt. Und die spürbare Zunahme an Top-Forschung, und zugleich die Geschwindigkeit, mit der die Ergebnisse dieser Forschung in die Programme gebracht werden.

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