Interview mit Richard Mancke
Ein Amerikaner in Leipzig

Wie Richard Mancke aus den USA an der Handelshochschule Leipzig eines der besten MBA-Programme in Deutschland aufbaut.

Sie haben in den letzten fünf Jahren mit bemerkenswertem Erfolg das MBA-Programm an der Handelshochschule Leipzig (HHL) aufgebaut. Wie, um Himmels Willen, kommt ein Amerikaner dazu, an einer - zu diesem Zeitpunkt auch noch weitgehend unbekannten - deutschen Hochschule ausgerechnet ein MBA-Programm hochziehen zu wollen?

Mancke: Die Gelegenheit war einfach großartig. Es gibt viele gute MBA-Programme in den USA und Großbritannien - aber nur wenige in Deutschland. Ich habe an einigen der besten US-Hochschulen wie dem MIT studiert und dann auch gelehrt, etwa an der University of Chicago und der University of Michigan, zuletzt 22 Jahre lang an der Fletcher School of Law and Diplomacy der Tufts University in Medford, Massachusetts, die ich dann auch zeitweise geleitet habe. Deren Programme sind so gut, dass selbst das talentierteste Individuum sie nicht wirklich viel besser machen kann. Aber in Deutschland kann auch ein Einzelner viel bewirken, weil nur wenige deutsche Hochschulen auch nur eine Vorstellung davon haben, was man braucht, um ein international wettbewerbsfähiges MBA-Programm auf die Beine zu stellen.

Sie haben es nicht ganz allein gemacht. Wie wichtig waren die Taufpaten Tuck und Insead?

Mancke: Die Kooperation von HHL mit Tuck in Hanover, New Hamshire, und Insead am Anfang zeigte, dass es uns wirklich um Qualität ging. Und die Bereitschaft dieser Top-Schulen, uns unter die Arme zu greifen, zeigt, dass sie auch glaubten, dass es uns gelingen würde. Teilweise lag das im Übrigen auch daran, dass die HHL zu den gleichen Unternehmen in Deutschland gute Kontakte hat, bei denen auch die Absolventen dieser Top-Schulen landen: Zum Beispiel McKinsey, Boston Consulting, Citicorp und Goldman Sachs.

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