Interview
Wohin steuert die ebs?

Sie ist eine der führenden Wirtschaftshochschulen: Die private European Business School (ebs) in Oestrich-Winkel (Rheingau). Nun bekommt sie mit dem erst 36 Jahre alten Christopher Jahns einen der jüngsten Hochschulchefs in Deutschland. In seinem ersten Interview mit der Presse als neuer ebs-Rektor ließ sich Professor Christopher Jahns auf den Zahn fühlen.

Professor Jahnns, Sie sind soeben mit nur 36 Jahren zum Chef (Rektor und akademischer Geschäftsführer) er European Business School gekürt worden? Wie wird man so jung Chef einer der namhaftesten Wirtschaftshochschulen in Deutschland?



Vor allem durch harte Arbeit und das Vertrauen der Kollegen. Im übrigen sind wir an der ebs ein sehr dynamisches Professorium mit einem Altersdurchschnitt von etwa 43 Jahren. Ich wurde vom Senat der Hochschule einstimmig gewählt und vom Verwaltungsrat ebenso einmütig bestätigt. Das hat mich sehr gefreut.



» MBA-Newsletter:


Alle 14 Tage die neuesten Nachrichten


aus den wichtigsten Business Schools




An vielen deutschen Hochschulen ist der Chefsessel nicht gerade begehrt, weil der Präsident/Rektor/Dekan - anders als an US-amerikanischen Business Schools - de facto nicht viel zu sagen hat und weil die Professoren ohnehin lieber ihren eigenen Projekten nachgehen. Wie war das bei Ihnen? Wollten Sie (aktiv) ebs-Rektor werden oder musste man Sie zum Jagen tragen?



Ihre Beobachtung trifft wohl für die Vergangenheit zu. Wir verstehen uns als unternehmerisch handelnde Eliteuniversität, deren Rektor Managementverpflichtungen nachkommen muss. Das Rektoramt der ebs hat nichts mit Machtinstinkten oder ungeliebter Last zu tun. Nachdem die Professoren mich unisono gefragt haben, habe ich auch gern "ja" gesagt.

Und was qualifiziert Sie für die neue Aufgabe?

Dies könnten wohl am besten die Senatsmitglieder beantworten. Meine Antwort: Studium (Universität Marburg), Promotion und Habilitation (TU München) habe ich an renommierten staatlichen Hochschulen absolviert, ohne ein klassisches Hochschulgewächs zu werden. Denn ich habe auch viele Jahre in der Beratung für internationale Konzerne gearbeitet. Meine Stärke ist neben der Professorentätigkeit das Management von Forschung und Lehre im internationalen Kontext. In nur drei Jahren habe ich mein Fachgebiet Einkauf & Logistik zu dem inzwischen größten Institut an der ebs aufgebaut. Wir sind national und international extrem präsent und hervorragend vernetzt.

Aber sind Sie nicht trotzdem ein bisschen jung für diese Aufgabe, bzw. fehlen Ihnen nicht Autorität und Durchsetzungskraft, zumal Sie ja selbst erst 2003 an die ebs gekommen sind?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%