Krise der US-Schulen
Sturm im Wasserglas

Ein, zwei Sommer lang herrschte unter US-amerikanischen Business Schools so etwas wie Krisenstimmung. Die Bewerberzahlen für die MBA-Programme, für die leicht 50000 Dollar an Studiengebühren zu bezahlen sind, waren rückläufig, zum Teil sehr deutlich.

Das tat den am kommerziellen Erfolg ausgerichteten Business Schools weh, den besten, die immer noch mehrere Dutzend Bewerber pro Studienplatz verzeichnen, weniger als den mittelklassigen, die fürchten mussten, ihre Programme nicht mehr voll zu bekommen.

Wie immer in solchen Situation sind schnell Schuldige ausgemacht, und es finden sich gleich auch die Sirenen, die die Krisen- und Endzeitgesänge anstimmen.

Die Regierung von US-Präsident George Bush, der zwar Absolvent der Harvard Business School ist, aber in der US-amerikanischen Hochschulszene auf breite Ablehnung stößt, verschrecke mit ihrer Anti-Terror-Politik und restriktiven Visa-Praxis potenzielle ausländische Studenten, hieß es allerorten. Und Heerscharen brillanter chinesischer oder indischer, ganz zu schweigen von zahlungskräftiger arabischen Studenten zögen die britischen den US-amerikanischen Elite-Schmieden vor.



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aus den wichtigsten Business Schools




Der Management-Star Henry Mintzberg machte mit seinem mittlerweile auch in’s Deutsche übersetzten Buch „Manager - Not MBAs“ Aufsehen, und im „Harvard Business Review“, der weltweit meist gelesenen Managementpublikation, erschien ein Artikel „How Business Schools Lost Their Way“, der monatelang in der internationalen Business School-Welt in aller Munde war. Überhaupt galten MBA-Absolventen durch Enron und andere Unternehmensskandale in den USA plötzlich nicht mehr als die Unternehmenslenker von morgen, auf die die Welt nur so gewartet hatte, sondern als geldgierige Menschen von zweifelhafter moralischer Integrität.

In der Rückschau des Sommers 2006 wird man diese Aufgeregtheiten als Sturm im Wasserglas bezeichnen. Das Allerheilmittel hieß auch hier: Geld. Seitdem MBA-Absolventen seit dem letzten Jahr wieder Rekordgehälter auf dem Job-Markt bekommen, hat sich das Krisengerede schnell von selbst erledigt.

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