Manager-Schmieden
Bain-Berater wird Chef der London Business School

Ein Berater des Consulting-Unternehmens Bain & Co wird Chef (Dean) der London Business School: Robin Buchanan, seit 1982 bei Bain tätig und seit 1996 Senior Partner, folgt 2007 auf die US-Amerikanerin Laura Tyson.

HB LONDON. Buchanan löst Tyson in der zweiten Jahreshälfte ab. Die scheidende Dekanin kehrt als Professorin an die Haas School of Business der University of California at Berkeley zurück. Die Wirtschaftswissenschaftlerin und ehemalige Beraterin von US-Präsident Bill Clinton hatte fünf Jahre lang als internationales Aushängeschild der Schule fungiert, die neben IMD (Lausanne) und Insead (Fontainebleau) zum Business School-Spitzentrio in Europa zählt.

Buchanan, selbst MBA-Absolvent der Harvard Business School, verfügt über keinerlei sonstige Erfahrungen in der Business School-Welt. Bei der Bekanntgabe der Entscheidung verwies Sir John Ritblat, Vorsitzender des Governing Body (Aufsichtsrat) der London Business School auf das kommerzielle Talent des neuen London Business School-Chefs. „Sein Führungsstil ist ergebnisorientiert und kundenbezogen“, erklärt Ritblat.

Die Ernennung eines Außenseiters auf einen gut dotierten Business-School-Chefsessel ist kein Einzelfall: Erst kürzlich trat der US-Amerikaner J. Frank Brown die Nachfolge von Professor Gabriel Hawawini als Dean der französischen Top-Schule Insead an. Brown war 26 Jahre lang für Price Waterhouse Coopers in New York tätig. Außer seinem Engagement im Insead-Beirat (Board of Directors) verfügt auch er über keinerlei direkte Business School-Erfahrung.

Anfang Oktober gab auch Professor Peter Lorange, Chef der Top-Business School IMD (Lausanne), bekannt, dass er in absehbarer Zeit seinen Posten aufgeben wolle. Der Norweger Lorange ist seit über 13 Jahren Präsident der Schweizer Manager-Schmiede und gilt als einer der besten Business School-Chefs weltweit. Während seiner Amtszeit sind die Einnahmen der Schule von 35 Millionen Schweizer Franken auf ca. 107 Millionen Franken (2006) gestiegen. Mit der Suche eines geeigneten Nachfolgers sind der Top-Manager Matti Alahuhta, Vorsitzender des IMD Foundation Boards, und Daniel Meiland, Executive Chairman des Personalberatungsunternehmens Egon Zehnder International betraut.

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