Managerbildung
Es muss nicht immer ein MBA sein

Ein MBA ist nicht die einzige Möglichkeit für einen Manager, sein Talent zu entwickeln. Kürzere, spezialisierte Fortbildungen sind bei den Unternehmen ebenfalls angesehen. Am wichtigsten sind allerdings Aufrichtigkeit und Integrität.

DÜSSELDORF. Die Anforderungen an Manager und Management werden in Zukunft weiter steigen. Das könnte ein Spruch aus der Werbebroschüre einer Business School sein, ist aber auch das Ergebnis von Umfragen wie sie von verschiedenste Organisationen in den letzten Monaten durchgeführt wurden.

"Manager, die zu lange an Wahrheiten von gestern festhalten, scheitern", sagte etwa Hans Bürkner, -Paul Weltchef des Beratungsunternehmens Boston Consulting Group auf dem Weltwirtschaftsforum jetzt in Davos. "Alle paar Jahre müssen Sie sich selbst neu erfinden und sich selbst auf den Prüfstand stellen." Leichter gesagt als getan.

Die Economist Intelligence Unit (EIU), das Forschungsinstitut des Wirtschaftsmagazins "Economist", fragte deshalb in einer weltweiten Umfrage, welches die Charaktereigenschaften und Qualifikationen seinen, die Manager von morgen heute schon haben müssten.

Während Managementerfahrung und auch Managementausbildung hier nur auf mittlere Positionen kamen, liegen "Aufrichtigkeit und Integrität", "Kommunikationsfähigkeiten" und "People Skills", sowie "Offenheit für neue Ideen" und "Strategische Vision" ganz oben.

Auch auf die Frage, wie und wo solche "strategische Talententwicklung" am besten betrieben werde, gibt die EIU-Umfrage interessante Aufschlüsse. So zeigt sich, dass eine wachsende Zahl von Unternehmen weltweit Business Schools als die geeigneten Partner ihrer Personalentwicklung betrachten. Zugleich scheint die einige Jahre lange modische Corporate University (Firmenuniversität) deutlich aus der Mode gekommen zu sein.

Beim Thema MBA zeigen sich keine großen Bewertungsunterschiede zwischen dem Vollzeit-MBA und dem berufsbegleitenden Executive-MBA. Und immerhin ein Drittel der befragten Manager/Unternehmen, geben an, dass sie ihren eigenen Mitarbeitern einen MBA/EMBA ermöglichen.

Interessanterweise gibt es aber kaum Bewertungsunterschiede zwischen MBA-Programmen und viel kürzen Managerfortbildungsprogrammen, wenn nach der Effizienz für die Talententwicklung gefragt wird. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Programme für die Unternehmen maßgeschneidert wurden.

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