MBA-Rankings
Es muss nicht die Nummer 1 sein

MBA-Rankings sind hilfreich, doch die beste Business School sollte jeder selbst definieren.

Es gibt sie nicht, die beste Business School der Welt. Ranglisten, so genannte Rankings, mit denen mittlerweile auch in Deutschland Zeitungen und Magazine ihre Leser beglücken, mögen das Gegenteil behaupten. Aber wer 50000 Euro in seine Zukunft investiert, der sollte sich nicht von Ranglisten abhängig machen, deren Aussagekraft oft zweifelhaft ist und die oft mehr dem Versuch der Medien geschuldet sind, Aufmerksamkeit zu erregen und damit die Verkaufszahlen zu erhöhen als wirklich Aufklärung zu betreiben.

Zweifelhafte Rankings sind im Übrigen relativ leicht zu erkennen: Beliebt ist die Verschleierung einer unzureichenden Datengrundlage etwa mit der Formulierung "Befragt wurden mehrere Hundert Personaler...", aber nicht angegeben wird, wie viel Antworten tatsächlich eingegangen und in das Ranking eingeflossen sind. Unseriös sind auch Rankings, die ihre Methodik nicht offen legen, also nicht angeben, welche Kriterien wie stark gewichtet werden etc.

Aber Rankings sind durchaus auch hilfreich und wichtig. Sie räumen mit der Illusion auf, dass alle Hochschulen und Studiengänge gleichwertig sind, und sorgen für eine gewisse Transparenz am (noch entstehenden) Bildungs-Markt. Und sie schaffen Wettbewerbsdruck, der die Hochschulen zwingt besser zu werden.

Es ist auch nicht zu leugnen: Rankings, zumal die einflussreichen, schaffen Realitäten. Die potenziell besten MBA-Studenten wollen nun einmal an die besten Business Schools und orientieren sich an "Business Week" oder "Financial Times". Das spüren auch die Schulen, die auf zahlungskräftige Interessenten angewiesen sind. Vor allem in den USA hat die Bedeutung dieser Rankings mittlerweile neurotische Ausmaße angenommen. Und der Job so manchen Business School-Chefs hängt an solchen Platzierungen, sagt man. An dem Prestige-Faktor kommt kein MBA-Interessent völlig vorbei , denn natürlich zählt es mehr, seinen MBA an der Harvard Business School zu machen als an einer schlecht "gerankten" Schule. Und sei es nur, weil jeder Personaler sie kennt.

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