MBA-Rankings
Wer sind die Besten in Europa?

MBA-Rankings stellen eine brauchbare Vorauswahl, aber keine letztgültige Wahrheit dar.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Beste im ganzen Land? Mit nicht nachlassendem Eifer spielen Zeitungen und Magazine auf der ganzen Welt dieses Spiel und küren in regelmäßigen Abständen die beste Business School des Landes, Europas oder gleich der ganzen Welt.

Solche Rankings (Ranglisten) sind ein fester Bestandteil der internationalen Business School-Welt, und wie zweifelhaft ihre Methodik mitunter auch sein mag, sie sind mehr als ein nur notwendiges Übel: Auf einem offenen, deregulierten Markt, auf dem die guten MBA-Schulen nicht nur mit den weniger guten, sondern auch mit halbseidenen Titelhändlern konkurrieren, schaffen sie für den mehr oder minder naiven MBA-Interessenten die notwendige Orientierung und Selektion.

Die Spielregeln sind einfach: Eine Akkreditierung genannte Prüfung durch eine der beiden international maßgeblichen Organisationen, der US-amerikanischen AACSB oder der europäischen EFMD (equis-Siegel) stellt so etwas wie die Führerscheinprüfung dar, sagt aber nicht, ob jemand ein guter oder schlechter Fahrer ist. Erst mit einem Erscheinen auf einem der vier, fünf international einflussreichen Rankings (Business Week, Economist, Financial Times, Forbes, Wall Street Journal) erhält ein MBA-Programm den Ritterschlag.

Mit Rankings verhält es sich wie mit jeder Statistik: Sie sagen nicht die absolute Wahrheit, sondern man muss wissen, welche Wahrheit sie sagen. Da man einen MBA nicht zum intellektuellen Vergnügen macht, sondern um beruflich voranzukommen, bemessen die meisten guten Rankings den Wert eines MBA-Programms an dem Gehaltssprung, den es ermöglicht.

Das beinhalten eingebaute Verzerrungen: Viele Absolventen britischer MBA-Schulen beispielsweise landen in der Londoner City, wo die Gehälter aber spürbar höher sind als bei Banken in Frankfurt. Ist ihr MBA-Programm deshalb besser? Und was sagen solche Gehaltsstatistiken dann für jemanden aus, der seine Nach-MBA-Zukunft gar nicht in der Finanzindustrie sieht, sondern in einem ganz anderen Bereich?

Ganz allgemein gilt deshalb: Es gibt nicht so etwas wie das beste MBA-Programm, es gibt nur das beste für eine bestimmte persönliche Karriere- und Lebenssituation. Deshalb sollte man Rankings auch nur als Vorfilter nehmen, aber nicht als letzte Wahrheit.

Als brauchbare Vorselektion funktionieren Rankings dann durchaus gut. Denn wer die wichtigsten MBA-Rankings nebeneinander legt, wird schnell feststellen, dass sie sich im Grunde kaum unterscheiden. Es sind immer wieder die gleichen Schulen, die es nach ganz oben schaffen, nur die Rangfolge variiert leicht.

Dann aber geht es an die Feinarbeit. Welches sind die Stärken und Schwächen einer Schule? Wohin gehen die Absolventen? Wähle ich eher eine Business School in einer Metropole oder komme ich in ländlicher Abgeschiedenheit besser zum Lernen? Unsere kommentierte Auswahl der besten europäischen Schulen gibt eine erste Hilfe.

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