Neue MBA-Programme
Bewegung allerorten

Ein halbes Dutzend neuer MBA-Programme ist für die nächsten Monate angekündigt. Und selbst die etablierten Player auf dem deutschen MBA-Markt werkeln an ihren Programmen. Ende offen.

Es herrscht Bewegung auf dem deutschen MBA-Markt – vor und hinter den Kulissen. Allein für die nächsten Monate ist ein halbes Dutzend neuer Programme angekündigt, und selbst bei den scheinbar etablierten Programmen der führenden Anbieter wird kräftig umgebaut.

Auch im Hintergrund tut sich etwas: Wie das Handelsblatt erfuhr, befinden sich verschiedene deutsche Hochschulen in mehr oder minder fortgeschrittenen Stadien der Akkreditierung durch eine der beiden international maßgeblichen Organisationen, der europäischen EFMD oder der amerikanischen AACSB. Das kann auch als Vorbereitung auf den Einstieg in den MBA-Markt gewertet werden.

Die wahrscheinlich weitreichendste Veränderung an einem bestehenden MBA-Programm nimmt derzeit die Mannheim Business School vor. Unter der Ägide ihres neuen Chefs Professor Christian Homburg verabschiedet sich die Business School der Uni Mannheim von ihrem „European MBA“, einem Gemeinschaftsprogramm, das seinerzeit zusammen mit der Essec Business School (Paris) entwickelt worden war und zu dem sich eine Reihe anderer europäischer Business Schools (Warwick, Barcelona, Kopenhagen) gesellt hatte. All das stellt künftig nur noch eine Option des neuen „Mannheim-MBA“ dar. Nicht ohne Risiko: Ein Alleinstellungsmerkmal wird aufgegeben; der internationale Wert des „Brands“ Mannheim aber ist am MBA-Markt nicht ausgetestet.

Recht unklar ist auch die Zukunft der Gisma Business School in Hannover, die im Wesentlichen das MBA-Programm der US-amerikanischen Purdue University in Deutschland anbietet. Die niedersächsische Landesregierung beschloss kürzlich, dass die private Gisma fortan als „Business School der (staatlichen) Universität Hannover“ fungieren solle. Die Details scheinen völlig offen.

Mit deutlicher Verspätung gegenüber den privaten Wettbewerbern wie Handelshochschule Leipzig (HHL) oder WHU drängt jetzt auch die European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel auf den MBA-Markt. Zusammen mit der Durham Business School, einer britischen MBA-Schule der zweiten Reihe, will sie einen berufsbegleitenden Executive MBA durchführen. Vehement wird dementiert, dass die Verschiebung des Programmstarts mit bislang mangelndem Erfolg zu tun habe. In jedem Fall will die EBS auch an ihren Plänen festhalten, im nächsten Jahr einen eigenen Vollzeit-MBA zu starten.

Ein ähnliches Ziel verfolgt auch die Goethe Business School der Universität Frankfurt, die bislang nur mit dem „Duke Goethe Executive MBA“ auf dem MBA-Markt vertreten war. Bei diesem Gemeinschaftsprogramm mit der Fuqua School of Business der Duke University waren die Frankfurter aber nur Juniorpartner.

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