Northeastern University
Arbeitnehmer-Perspektive in den Klassenraum

Die Northeastern University in Boston überarbeitet ihr MBA-Programm, um den speziellen Anforderungen großer Arbeitgeber wie General Electric oder W.R. Grace & Co. entgegen zu kommen. Und den Absolventen auf diesem Wege bessere Aussichten auf eine Anstellung zu verschaffen.

Ziel sei es, im Schatten der Harvard Business School und der Sloan School of Management eine eigene Nische zu entwickeln, so Dean Thomas Moore. Beide Schulen sind nur etwa zehn Autominuten von der Northwestern University entfernt.

"Das neue Konzept erhält Lob von allen Seiten", weiß Robert Franek, Redakteur von Princeton Reviews "Best Business Schools". "Weil es die Arbeitnehmer-Perspektive in den Klassenraum bringt." Keine andere Business School sei bisher so enge Beziehungen mit Unternehmen eingegangen.

"Das neue Curriculum stattet Studenten eher mit den Fähigkeiten aus, ein Unternehmen zu führen", freut sich Bob Conners, Vorstandsvorsitzender von General Electric.

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Studenten, die zum neuen Semester starten, haben die Wahl zwischen drei Schwerpunkten: Supply-Chain Management, Marketing und Finance. Die beteiligten Firmen ermöglichen den Studenten nach den ersten neun Studienmonaten ein halbjähriges Praktikum. "Die Möglichkeit, bei einem interessanten Unternehmen eingestellt zu werden, wird langfristig hochkarätige Studenten anziehen", ist sich Moore sicher.

Der neue Ansatz löst auch Kritik aus: "Natürlich sagen die Unternehmen, sie bräuchten Spezialisten", so Devi Vallabhaneni, Vorsitzende der Association of Professionals in Business Management in Chicago. Ihrer Meinung nach bestünde die Gefahr, dass Business Schools zu besseren Handelsschulen verkämen.

Moore will so eine Entwicklung ausschließen, in dem er die Alumni über Jahre verfolgt. "Sollte sich herausstellen, dass das MBA-Programm zwar den Berufseinstieg erleichtert, dann aber das weitere Vorankommen blockiert, wäre das natürlich ein Problem", räumt er ein. "Wenn wir mit nur zwei oder drei Unternehmen zusammenarbeiten würden, würde ich Bedenken verstehen, dass wir zu spezifisch ausbilden. Aber an unserer Seite stehen 20 bis 30 Unternehmen."

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