Private Wirtschaftsschule muss schließen
SIMT steht vor dem Aus

Die erst im Jahr 1998 gegründete Privatuniversität Stuttgart Institute of Management and Technology (SIMT) steht vor dem Aus. Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht gelungen, „das SIMT auf eine wirtschaftlich tragfähige Grundlage zu stellen“, teilte der Geschäftsführer des SIMT Bernhard Seitz am Mittwoch den Lehrbeauftragten der Business School mit. „Das SIMT wird daher im Herbst 2004 keine neuen Studenten aufnehmen und nach Abschluss des laufenden Studiengangs im April 2005 schließen.“

Dabei galt das Stuttgarter Modell als zukunftsweisend, und Top-Unternehmen wie Trumpf, Bosch, Daimler Chrysler, Siemens und Hewlett-Packard unterstützten das Institut. Die Uni bot seit vier Jahren einen 20-monatigen MBA-Studiengang an, der bald zu internationalem Renommee kam und sich mit über 100 Teilnehmern zum größten MBA-Vollzeitprogramm in Deutschland entwickelte.

Von Anfang an kämpfte die Hochschule finanzielle Schwierigkeiten. Im Mai 2003 wurde deutlich: Das Finanzierungsmodell der Schule hat nicht funktioniert. Die Grundkosten der Schule sollten größtenteils durch Zinserträge eines Stiftungskapitals in Höhe von 20,5 Millionen Euro finanziert werden. Dieses Geld ging jedoch nur in Raten und niemals vollständig ein, so dass der Schule die notwendigen Zinserträge fehlten. Auch das Studiengebühren-Modell trug nicht: Die Teilnehmer konnten ihr Studium über einen Kredit finanzieren, für den das SIMT selbst bürgte. Die Folge: Die Schule musste die Hälfte ihrer Einnahmen als Bürgschaft bei der Bank hinterlegen. Darüber hinaus fehlten im letzten Jahr die nötigen Teilnehmer: Im laufenden Jahrgang studieren nur 55 angehende Manager – was bei 24.000 Euro Studiengebühren ebenfalls große finanzielle Einbußen für die Business Schule bedeutete.

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