Prüfkriterien für Interessenten
MBA in Deutschland: Do's and don'ts

Der deutsche MBA-Markt wird immer unübersichtlicher. Über 120 Anbieter machen Jagd auf die (lukrativen) Kunden, die bereit sind, mehrere (Zehn-)Tausend Euro für ihren Karriere-Kick zu bezahlen. Doch nur eine Hand voll von deutschen MBA-Programmen kann in Anspruch nehmen, auch im europäischen Vergleich mitzuhalten.

Viele Anbieter sind schlichtweg unseriös. Vorsicht ist also geboten. Hier einige der wichtigsten Kriterien, nach denen man MBA-Angebote prüfen sollte:

  • Nur die wenigsten MBA-Programme in Deutschland sind von einer der international maßgeblichen Akkreditierungsorganisationen (AACSB, equis/efmd, AMBA) geprüft worden. Ein Minimum an Qualitätsprüfung kann man selber durchführen. Die erste Frage ist, ob der Anbieter staatlich anerkannt ist. Bei Programmen, bei denen die Titel vergebende Einrichtung ein ausländischer Anbieter ist, empfiehlt sich dringend die Anfrage bei dem für das jeweilige Bundesland zuständige Wissenschaftsministerium, ob der Abschluss des Anbieters in Deutschland überhaupt geführt werden darf. Illegale Titelführung ist in Deutschland nach §132a StGB sogar eine Straftat!
  • Viele MBA-Angebote in Deutschland sind in Wahrheit keine "richtigen", d.h. auf "general management" ausgerichteten, Programme, sondern spezialisierende Master-Programme, die sich besser auch als solche bezeichnen würden. Trotz dieses Etikettenschwindels sind nicht alle diese Programme notwendigerweise schlecht. Der Interessent muss sich nur von vorneherein entscheiden, ob er tatsächlich eine Spezialisierung in eine bestimmte Richtung sucht.
  • Einen MBA macht man nicht zum intellektuellen Vergnügen. Ein MBA ist die Chance zur beruflichen Weiterentwicklung, das Sprungbrett zu einem besser bezahlten Job. Es ist entscheidend, jedes Programmangebot daraufhin zu prüfen, ob es genau dieses zu leisten vermag. Dazu ist es angeraten:

    a)die Schule persönlich zu besuchen und sich beraten zu lassen. Solche persönlichen Beratungen sind für Deutsche etwas ungewohnt. An einer deutschen Hochschule schreibt man sich ein; Job- und Karriere-Beratung sind hier eher Fremdwörter. Die Beratung bei einem MBA-Anbieter ist auch in anderer Hinsicht ein guter Test: Geht es ihm nur darum, den Interessenten in das Programm zu locken? Betreibt er gar Bauernfängerei (mit sehr hohen oder nicht erstattbaren "application fees")? Oder sagt er auch ganz offen: Solche Karriereerwartungen können wir nicht erfüllen?

    b)mit gegenwärtigen Studenten zu sprechen. Jeder MBA-Anbieter ermöglicht es Interessenten, mit den Studenten des gegenwärtigen MBA-Jahrgangs zu sprechen. Das erlaubt es, einige der Versprechungen der Programmbroschüre zu verifizieren. Hält das Programm wirklich, was der Anbieter verspricht? Wie ist die Atmosphäre? Wie gut sind die Dozenten und Professoren? Wo liegen die Schwächen des Programms?

    c)mit ehemaligen Studenten (Alumni) zu sprechen. Jeder seriöse MBA-Anbieter wird solche Kontakte zu Ehemaligen herstellen. Eine Schule, die es bei vagen Behauptungen ("Unsere Absolventen finden sich bei Top-Unternehmen") belässt oder sich in fadenscheinige Ausflüchte rettet ("Aus Gründen des Datenschutzes können wir die Kontaktanschriften von Ehemaligen nicht herausgeben") sollte sofort aussortiert werden.

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