Sieben Fragen an Olaf Plötner, Geschäftsführer der ESMT Customized Solutions: "Praktisch umsetzen, nicht nur diskutieren"

Sieben Fragen an Olaf Plötner, Geschäftsführer der ESMT Customized Solutions
"Praktisch umsetzen, nicht nur diskutieren"

Das Handelsblatt hat den Erfolg der European School of Management and Technology (ESMT), die von führenden deutschen Unternehmen ins Leben gerufen wurde, wiederholt in Zweifel gezogen. Nun scheint es einen Bereich zu geben, der deutlich über Plan liegt. Warum laufen die maßgeschneiderten Programme so gut?



Ich kann die Zahlen zur ESMT insgesamt nicht kommentieren. Tatsache ist, dass sich die ESMT Customized Solutions GmbH, eine 100prozentige Tochter der ESMT GmbH, in den letzten Jahren sehr gut entwickelt hat. Bei uns wurden übrigens auch die entsprechenden Aktivitäten des ehemaligen USW Schloss Gracht und des nicht-gemeinnützigen Bereichs des IMT Berlin zusammengeschlossen.

Heißt das, dass Sie im Grunde nur die Addition bereits vor der Gründung der ESMT bestehender Aktivitäten darstellen und weiterführen, was Sie als ehemaliger IMT-Geschäftsführer auch schon gemacht haben?

Nein, das kann man so nicht sagen. Neben den vielen neu hinzugewonnenen Kunden haben wir natürlich auch den dort vorhandenen Stock an Unternehmenskunden übernommen. Dabei haben sich die Themen, insbesondere im Bereich General Management, nicht fundamental gewandelt. Allerdings ist unser Ansatz heute ein deutlich anderer.

Was soll das heißen?

Wir versuchen heute viel stärker, mit den Unternehmen an der Umsetzung zu arbeiten. Ich nenne das Educational Consulting.

Schöne Wortschöpfung! Aber was bedeutet es konkret?

Wir bieten sehr oft Seminare in Kombination mit Begleitung bei der Umsetzung an. Das kann bedeuten, dass bei einem Seminar Umsetzungsfragen lediglich diskutiert werden. Das kann aber auch bedeuten, dass nach einem Workshop unsere Umsetzungsbegleitung bis zu 20 Mann-Tage dauern kann.



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Machen Sie damit nicht Beratungsunternehmen wie McKinsey oder - Ihrem ehemaligen Arbeitgeber - Boston Consulting Konkurrenz?



Nein, wir machen kein klassisches Beratungsgeschäft. Wir moderieren mehr als wir beraten. Wir bringen die Manager dazu, selbst Vorschläge und Lösungen zu erarbeiten, anstatt dass wir eigene Konzepte entwickeln, wie das die klassischen Consulting-Unternehmen tun. Allerdings stimmt, dass Beratungsunternehmen wie etwa die Monitor Group ihrerseits zunehmend in den Bereich Executive Education drängen. Damit sind sie unsere zweitwichtigsten Wettbewerber auf dem Markt.

Und wer wären die wichtigsten?

Unsere Hauptwettbewerber sind die großen internationalen Business Schools wie London Business School, IMD, Insead.

Gegen die können Sie bestehen?

Ob Sie es glauben oder nicht: Ja!

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