St. Gallen vetritt harte Linie
Der GMAT-Test ist wichtig

Die Uni St. Gallen vertritt beim GMAT die harte Linie. Ihr MBA-Direktor erklärt die Gründe.

Fast alle guten MBA-Programme verlangen den Nachweis eines guten GMAT-Scores. Die Kritik daran ist intensiv und wird meist auch von den Business Schools nicht negiert. Mit dem GMAT sollen englische Sprachkenntnisse und zugleich mathematisch-analytische Fähigkeiten gemessen werden. Dies geschieht unter großem Zeitdruck mit nach Zufallsprinzip zugeteilten Aufgaben. Insbesondere drei Kritikpunkte werden immer wieder geäußert:

Kritikpunkt 1: GMAT sagt nichts über den Kandidaten aus Der GMAT sagt nichts über die Persönlichkeit des Kandidaten aus, nichts über seine soft skills, das steht außer Frage. Er gibt nur an, inwieweit ein Kandidat in einer Testsituation unter Zeitdruck mit standardisierten Fragen zur englischen Sprache und grundlegender Mathematik umgehen kann.

Kritikpunkt 2: GMAT verengt den Zulassungsprozess Viele Kandidaten befürchten, dass Business Schools, ausgesprochen oder unausgesprochen, den GMAT zum einzigen oder wichtigsten Zulassungskriterium machen, zumindest aber eine Mindestpunktzahl definieren, wodurch dem GMAT ein unangemessen hohes Gewicht zugeordnet werde.

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Kritikpunkt 3:

GMAT bevorzugt English native speakers und testerfahrene Kandidaten Fast schon selbstverständlich, dass ein Kandidat, dessen Muttersprache Englisch ist, in einem auf Englisch gehaltenen Sprachtest Vorteile hat. Außerdem gibt es Kandidaten, die in einem Umfeld aufgewachsen sind, das sehr stark mit standardisierten Tests arbeitet, zum Beispiel Frankreich oder China.

Wie schon eingangs erwähnt, verstehen die Business Schools die Kritikpunkte und versuchen in aller Regel auch, mit angemessenen Maßnahmen darauf zu reagieren. Allerdings gibt es auch gute Argumente gegen die erwähnten Kritikpunkte:

Argument 1: GMAT testet Tugenden, die man im MBA braucht Gute MBA-Programme sind extrem arbeitsintensiv. Studierende müssen fast täglich unter hohem Zeitdruck Präsenzveranstaltungen vorbereiten, umfangreiche Literatur und Fallstudien durcharbeiten, Projektarbeiten und Präsentationen erstellen, usw.. Dabei entstehen permanent Stresssituationen, die mit einem GMAT-Test natürlich nicht Eins-zu-Eins abgebildet werden, doch gibt der GMAT schon eine gewisse Indikation für die zeitdruckbedingte Stressresistenz von Kandidaten an.

Argument 2: GMAT erleichtert den Zulassungsprozess Schulen, die den GMAT als einziges oder auch nur Haupt-Zulassungskriterium machen, machen sicher einen grundlegenden Fehler. Nach meiner Erfahrung machen sich die Schulen die Sache aber nicht so einfach, und das schon aus sehr wohlverstandenem Eigeninteresse. Alle Schulen sind an guten Kandidaten interessiert. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Schulen benutzen den GMAT auch zur nachträglichen Überprüfung ihrer Kandidaten-Evaluierung, und in der Regel bestätigen die GMAT-Ergebnisse die Evaluierungen. Alle guten Schulen benutzen den GMAT nur als ein Zulassungskriterium unter vielen, und es ist durchweg nicht das wichtigste Kriterium.

Argument 3: GMAT Dass bestimmte Kandidaten komparative Vorteile im Bewerbungsprozess haben, ist unstreitig, aber wohl auch unabwendbar. Dies gilt auf vielen Ebenen: Frauen haben grundsätzlich bessere Aufnahmechancen als Männer, so lange der Anteil von Frauen unter Bewerbern und Studierenden um die 20% pendelt; hierüber mögen Männer lamentieren, es nützt nur nichts.

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