TiasNimbas mit großen Ambitionen
Attacke Deutschland

Mit ihrem neuen Deutschland-Chef hat die niederländische Business School TiasNimbas auch hierzulande große Ambitionen. Auf dem Programm: Partnerschaften und ein eigener Campus. In seinem ersten Interview spricht Alexander Bojanowsky mit dem Handelsblatt.

Herr Bojanowsky, man kennt Sie eher in einem IT-Zusammenhang. Was qualifiziert Sie für den Job als Managing Director einer niederländischen Business School in Deutschland?

TiasNimbas ist eine eigenständige und unabhängige Business School, die wie ein Unterneh-men zu führen ist. Dafür bringe ich jahrelange Erfahrungen in leitenden Funktionen im Management von Organisationen und Unternehmen mit ein. Das sind Ressourcen, die für den Ausbau und die Entwicklung im deutschen Markt bedeutend sind. Darüber hinaus beschäftige ich mich seit Mitte der 90er Jahre mit dem Thema berufliche Qualifizierung von Führungskräften. So war ich etwa von 2005 bis 2007 „International Expert“ für berufliche Weiterbildung und Lebenslanges Lernen bei der EU-Kommission.

Formell sind Sie Geschäftsführer einer deutschen GmbH, die aber eine 100-prozentige Tochter von TiasNimbas in den Niederlanden ist. Wieviel Gestaltungsspielraum haben Sie? Wie viel haben Sie zu sagen?

„Global denken, aber lokal handeln“ ist unsere Devise. Der Einsatz eines deutschen Managing Directors, der die Besonderheiten deutscher Strukturen kennt, europäisch vernetzt und international ausgerichtet ist, zeigt, welchen Stellenwert der deutsche Markt für TiasNimbas in den nächsten Jahren haben wird. Die Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft bedeutet für mich einen Zugewinn an Wissen und Kompetenz. Mit dem Dean Philippe Naert (vormals INSEAD) habe ich einen der erfahrensten Manager einer Business School als Partner. Und ich arbeite mit einem hochqualifizierten Team von international agierenden Persönlichkeiten zusammen, die voneinander profitieren und die Chancen erkennen. Ich habe einen sehr großen Gestaltungs-spielraum und zeichne für die Marke „TiasNimbas“ in Deutschland verantwortlich. Diese wol-len wir bekannter machen und zu der Qualitätsmarke entwickeln.

Was macht TiasNimbas bislang in Deutschland?

Als gemeinsame Business School der Universität Tilburg und der Technischen Universität Eindhoven hat TiasNimbas schon sehr frühzeitig auf den deutschen Markt gesetzt und war eine der ersten Business Schools, die vor mehr als zehn Jahren gemeinsam mit der britischen University of Bradford einen international akkreditierten MBA angeboten hat. Wir sind zurzeit in Berlin und Bonn vertreten. Speziell unser Part-Time-MBA-Programm findet mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung an den Standorten Bonn, Tilburg und Utrecht statt. Diese Standorte sind vernetzt und haben Zugriff auf unser gesamtes globales Netzwerk. Wir denken auch über weitere Standorte nach und prüfen strategische Allianzen mit qualifizierten Partnern.

Was heißt das konkret in Zahlen?

Der Gesamtumsatz aus Forschung, Lehre und Beratung der deutsch-niederländischen Tias-Nimbas-Business-School belief sich in 2007 auf 20 Millionen Euro. Das ist deutlich mehr als vergleichbare deutsche Mitbewerber erzielen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, das Engage-ment in Deutschland weiter auszubauen. Wir sind dabei, die Mannschaft hier deutlich zu ver-stärken und in Programmentwicklung und Marketing zu investieren. Derzeit betreuen wir hier mehr als 100 Teilnehmer im Part-Time-, Full-Time-MBA- und im DBA-Programm.

Eine TiasNimbas-Besonderheit in Deutschland ist Ihr DBA-Programm. Wie gut läuft das?

Seit 2001 bietet TiasNimbas berufsbegleitende Doktoranden-Programme an. Hier haben wir nahezu eine Alleinstellung im deutschen Markt. Der Doctor of Business Administration (DBA) ist ein anwendungsbezogener, praxisnaher Doktorgrad, während der Ph.D. oder auch der deutsche Doktortitel mehr theorieorientierte Grade sind. Es bewerben sich jährlich mehr als 250 Interessenten. Nur etwa 10 Prozent erfüllen die erforderlichen Qualifikationen und werden als Doktoranden zugelassen. Bewerben können sich Führungskräfte, die nach einem ersten Hochschulabschluss einen MBA oder äquivalenten Abschluss vorweisen können und über mehrjährige Management-Erfahrung verfügen. Die Nachfrage ist also sehr hoch, der qualitative Anspruch aber auch. Mit aktuell 34 Nationalitäten ist der Teilnehmerkreis sehr international. Aufgrund der Struktur und der intensiven Betreuung liegt die Abbruchrate bei TiasNimbas bei nur 15 Prozent.

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