Tipps vom Headhunter: Chancen für Frauen

Tipps vom Headhunter
Chancen für Frauen

Heiner Thorborg ist einer der führenden Headhunter in Deutschland. Hier erklärt er, warum ein Business School-Studium Frauen besondere Chancen bietet.

MBA-Programme sind so eine Sache. Einerseits ist jeder in eine vernünftige Ausbildung investierte Euro per se zu begrüßen, andererseits gilt für den Master- dasselbe wie für den Doktorentitel: Er allein führt noch nirgendwo hin und schon gar nicht die Karriereleiter hinauf.

Die Kraft, Menschen zu führen ist eine Ressource, um die sich eigentlich alle Arbeitgeber schlagen. Doch wirklich überlegene Führungskräfte sind rar und sehr gesucht. Wo Nachfrage herrscht, ist in der Regel das Angebot nicht weit: Viele bekannte Business Schools bauten dementsprechend ihre MBA-Programme zu regelrechten Leadership-Übungslagern aus. Theoretisch sind diese Versuche, Managergestalten "herzustellen" interessant, im praktischen Leben erweisen sie sich jedoch als vergeblich, denn Führungsfähigkeit ist untrennbar mit der Persönlichkeit des Anführers verbunden. Und die entsteht lange, bevor ein Mensch die Business School erreicht: In der Familie, Schule, mit Freunden, beim Sport. Wenn eine Person es nicht in sich trägt, Menschen für sich einzunehmen und zu begeistern, wird sie nie eine große Führungskraft - solche Mängel sind selbst durch Top-Programme von Harvard, Wharton, Insead oder IMD nicht auszugleichen. Persönlichkeit ist nicht herstellbar, auch nicht mit dem ausgefeiltesten Curriculum.

Dass ein MBA eine Karriere quasi-automatisch befördere, ist also eine Mär. Nach diesem grundsätzlichen Kommentar zur generellen Lage muss dennoch gesagt sein: Spezifisch für begabte Frauen ist ein MBA-Programm von einem renommierten Anbieter absolut zu empfehlen. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Erstens: Es ist heute geradezu üblich, dass männliche Aspiranten auf eine Karriere im General Management nach drei bis fünf Jahren Berufserfahrung einen Boxenstopp auf dem Campus einlegen und den Master machen. Wollen Frauen rein formal gleichziehen, empfiehlt sich der selbe Schritt.

Zweitens ist ein MBA ein ausgezeichneter Anlass für Nachwuchskräfte, um über einen Stellenwechsel nachzudenken. Nach wie vor rekrutieren viele der interessantesten Arbeitgeber aller Branchen die Goldfische für ihren Führungspool auf dem Campus der entsprechenden Universitäten. Als ebenso wichtig für die Absolventen erweist sich oft der Faktor Netzwerk: Es gibt kaum eine Situation im professionellen Leben, die es leichter oder schneller erlauben würde, so viele interessante Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen kennenzulernen. Viele Alumni erzählen im nachhinein seien die im MBA-Programm gemachten Kontakte das Wichtigste und Spannendste an der ganzen Aktion gewesen. Diese Vorteile sind nur auf den ersten Blick geschlechtsneutral, denn selbstverständlich gilt: Was Männer beim Aufsteigen unterstützt, hat Frauen noch selten geschadet. Im Gegenteil, ein MBA von der richtigen Schule plus der entsprechenden Kontakte können sich für Frauen zum Turbolader in Sachen Karriere entwickeln.

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