Über 150 Business Schools
Die Besten in Großbritannien

In keinem anderen europäischen Land gibt es so viele MBA-Programme wie in Großbritannien. Über 150 Business Schools locken Interessenten aus aller Welt an, darunter auch viele Top-Studenten aus Russland oder China.

Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es weder einen "britischen MBA" gibt, noch einen einheitlichen Qualitätsstandard. So spielt nur eine einzige britische Schule - die London Business School - im internationalen Vergleich in der ersten Liga mit. Und lediglich 15 bis 20 MBA-Anbieter kommen für deutsche Interessenten wirklich in Frage.

Über die besten britischen Business Schools herrscht auf den Ranglisten der verschiedenen Zeitungen und Magazine weitgehend Einigkeit. Zwar variiert die Platzierung von Ranking zu Ranking, doch die Spitzengruppe der zehn bis 20 besten Schulen ist praktisch identisch.

Doch nicht nur an Ranking-Positionen sollte sich orientieren, wer sich für ein MBA-Studium in Großbritannien interessiert. Diese stellen lediglich ein erstes Sieb dar, einen Vorfilter. Auch innerhalb der Spitzengruppe britischer MBA-Anbieter ist das Leistungsangebot sehr unterschiedlich. Jede Schule hat ihre eigenen Stärken und Schwächen, ganz abgesehen einmal von den atmosphärischen Unterschiede zwischen einer Schule in der Metropole London (London Business School, Cass, Tanaka) oder auf dem Lande.

Die meisten britischen Business School folgen dem "europäischen Modell" und bieten ein einjähriges MBA-Programm an. Doch es gibt prominente Ausnahmen wie die London Business School, die sich an dem zweijährigen US-Modell orientiert.

Wie überall auf der Welt, ist auch in Großbritannien ein gutes MBA-Programm ein General Management-Programm für Studierende mit mehrjähriger Berufserfahrung. Das bedeutet nicht, dass die Programme im zweiten Teil keine Spezialisierung ermöglichen, wobei die Regel gilt: Je größer die Schule, desto größer auch das Angebot an Wahlpflichtfächern (electives). Einige Schulen (Ashridge, Cranfield) haben sich der Persönlichkeitsentwicklung verschrieben, andere wie Manchester oder Tanaka (Imperial College London) bieten mehr für angehende Unternehmensgründer.

Praktisch alle britischen Business Schools sind einer Universität angeschlossen, allerdings mit unterschiedlichen Graden von Nähe und Autonomie. Einige Schulen (Manchester, Warwick) profitieren von der Nähe zu den großen britischen Forschungsuniversitäten. Die MBA- Studenten der Said Business School (Oxford) und des Judge Institute of Management (Cambridge) sind Teil eines College – ein unschätzbarer Vorteil beim Aufbau eines oft lebenslangen Netzwerkes.

Als beste britische Business Schools gilt landläufig die London Business Schools – auch wenn einige Rankings etwas anderes zeigen. In Deutschland noch relativ unbekannt ist die Warwick Business School in Coventry, die in den letzten Jahren auf fast allen Ranglisten "aufgestiegen" ist. Spektakulär ist auch das Abschneiden der Business Schools der Universitäten von Oxford und Cambridge, die es erst seit wenigen Jahren gibt und die trotzdem auf allen Ranglisten heute vordere Plätze einnehmen.

Manchmal ist es schlichtweg Geld, das den Unterschied ausmacht. Eine 27 Millionen Pfund- Spende des US-Investmentmanagers Gary Tanaka brachte die Imperial College Business School, die heute den Namen des Spenders trägt, nach vorne. Einige Straßen weiter ist es die Unterstützung der Cass Foundation, die der City University Business School (heute: Cass Business School) Wind unter die Flügel bringt.

Für deutsche MBA-Interessenten nicht unwichtig, ist auch die Frage, wie gut, die Kontakte einer Schule nach Deutschland und zu deutschen Arbeitgebern sind. Da sieht es mit manch großem Namen eher flau aus. Andere wie beispielsweise die Ashridge Business School arbeiten seit Jahren eng mit deutschen Unternehmen zusammen.

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