Unternehmen suchen MBA-Absolventen
MBA Career Fair

Die führenden deutschen MBA-Schulen nehmen das "Verkaufen" ihrer Absolventen selbst in die Hand.

Neunzehn. Das ist die Zahl der Unternehmen, die am Montag letzter Woche in Vallendar bei Koblenz auf die Suche nach MBA-Absolventen gingen. Oder besser: die ihnen von den führenden MBA-Anbietern im deutschsprachigen Raum auf dem goldenen Tablett serviert wurden.

Zum 4. Mal veranstalteten die Gisma Business School (Hannover), die Handelshochschule Leipzig (HHL), die Mannheim Business School (Uni Mannheim) und die WHU - Otto Beisheim School of Management ihre "MBA Career Fair", an der in diesem Jahr auch erstmals die Schweizer Universität St. Gallen (HSG) teilnahm. 160 zukünftige MBA-Absolventen präsentierten sich hier potenziellen Arbeitgebern; 4-8 Job-Interviews konnte jeder von ihnen absolvieren.

"Es war ein toller Erfolg", wertet Alice Prilop von der Gisma Business School die Veranstaltung aus Sicht der beteiligten MBA-Schulen. "Wir hatten mehr Unternehmen als im letzten Jahr, mehr Teilnehmer, und die WHU hat es super organisiert."

Nun ist Erfolg eine relative Größe. Was sagt es über den deutschen MBA-Markt aus, wenn auf einer Veranstaltung, auf der den rekrutierenden Unternehmen die besten MBA-Studenten deutscher Schulen präsentiert werden, nur ganze neunzehn Unternehmen erscheinen, darunter mit Arvato direct services (Bertelsmann), BASF, Bayer, Fidelity International, Henkel, Johnson & Johnson, Robert Bosch und Vodafone auch nur eine Hand voll Top-Namen?

Wie auch immer man diese Frage beantwortet, die organisierenden Schulen sind auf dem richtigen Weg. Denn noch immer wird in Deutschland zu wenig verstanden, wie entscheidend ein guter Career Service für den Erfolg eines MBA-Programms ist. Während die Chefs US-amerikanischer Business Schools manchmal selbst zum Telefonhörer greifen, um ihre MBA-Absolventen an den Mann zu bringen, gilt vielen Akademikern hierzulande das Klinkenputzen bei Unternehmen unter ihrer Würde. Doch das aktive "Verkaufen" der eigenen Absolventen ist eine Dienstleistung, die Teil des MBA-Pakets ist.

Und eine, die Erfolg bringt, wie das Beispiel Mannheim Business School zeigt: "70 Prozent unserer MBA-Absolventinnen und Absolventen hatten schon Abschluss des Programms einen Arbeitsvertrag unterzeichnet", erklärt Regina Raschke, Head of Corporate Relations an der Business School der Uni Mannheim. "95 Prozent hatten drei Monate nach dem Studium eine Berufstätigkeit aufgenommen. Und 100 Prozent hatten zum Studienabschluss mindestens ein Job-Angebot."

Der Career Service als Bindeglied zwischen Universität und Unternehmen ist auch deshalb notwendig, um vielen deutschen Personalern erst einmal den Wert eines MBA-Studiums zu verdeutlichen. Wie die Handelsblatt-Erhebung unter allen führenden deutschen Unternehmen zeigt, ist die Einschätzung des MBA-Studiums nach wie vor sehr uneinheitlich.

Um zu ein wenig mehr Transparenz auf dem deutschen MBA-Markt beizutragen, fragte das Handelsblatt mehr als 50 führende deutsche Unternehmen, ob sie MBA-Absolventen einstellen, und wenn ja, welche Business Schools in Deutschland, Europa und den USA sie bevorzugen.

Die Ergebnisse der Umfrage sind auf unserer Website unter www.handelsblatt.com/mba-welcome frei verfügbar und werden regelmäßig aktualisiert. Erkennbar wird beispielsweise, dass der MBA den idealen Einstieg bei einem Beratungsunternehmen darstellt.

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