Verhandlungen gescheitert
Keine Fusion der führenden privaten Wirtschaftshochschulen

Die von der European Business School (ebs) angestrebte Fusion mit der WHU-Otto Beisheim School of Management kommt nicht zustande. Die Verhandlungen sind gescheitert. Das erfuhr das Handelsblatt aus Hochschulkreisen. Entsprechende Gespräche werden bestätigt, Gründe für das Scheitern offiziell aber nicht genannt.

Die Fusion der beiden großen privaten, auch geographisch benachbarten Wirtschaftshochschulen hätte die größte Business School in Deutschland ergeben - mit beträchtlichen Auswirkungen auf die gesamte deutsche Hochschullandschaft, insbesondere auch auf die Universitäten Mannheim, Frankfurt (Goethe Business School/House of Finance) und auf die von führenden deutschen Unternehmen begründete, ebenfalls private European School of Management and Technology (ESMT).

Die in Oestrich-Winkel (Rheingau) und Wiesbaden beheimatete, als gemeinnützige GmbH geführte European Business School (ebs) besitzt derzeit nach eigenen Angaben (Website) "mit 44 Professoren eine der drei größten BWL-Fakultäten Deutschlands". Der Haushalt 2007/2008 in einer Größe von 26 Millionen Euro finanziert sich mit 9 Millionen Euro aus Studiengebühren, 6 Millionen Euro aus Einnahmen aus der Weiterbildung und 11 Millionen Euro aus Zuwendungen Dritter.

Träger der in Vallendar bei Koblenz ansässigen WHU-Otto Beisheim School of Management ist die gemeinnützige Stiftung Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung (WHU). Der Jahresberricht 2005/06 weist Einnahmen von 17,5 Millionen Euro aus, davon 46% Spenden, 32% Studiengebühren, 10% Drittmittel und 5% Erträge aus dem Stiftungskapital.

Trotz ihrer Stellung als führende private Wirtschaftshochschulen in Deutschland sind ebs und WHU im internationalen Business School-Vergleich eher klein. Auch auf dem internationalen MBA-Markt spielen sie bislang nur eine unter- geordnete Rolle. In Kooperation mit der Kellogg School of Management der Northwestern University in Chicago bietet die WHU seit einigen Jahren einen berufsbegleitenden Executive MBA an, der sich in Deutschland etabliert hat. Die ebs geht erst im nächsten Jahr mit einem berufsbegleitenden "DBS & EBS Executive MBA" in Kooperation mit der britischen Durham Business School an den Start.

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