Zusatzqualifikation MBA
An Business Schools herrscht Frauenmangel

Wenn Business Schools weltweit heute einen Werbeslogan entwickeln sollten, dann müsste er wohl „Women Welcome“ heißen. Aber die Manager-Schmieden sind keineswegs besser als die Unternehmenswelt, auf die sie vorbereiten: Frauen sind hier unterrepräsentiert.

DÜSSELDORF. An der Spitze der 50 besten Business Schools weltweit gibt es gerade einmal drei Frauen: die US-Amerikanerin Laura D’Andrea Tyson, die Australierin Judy D. Olian und die Niederländerin Josephine Borchert, Präsidentin der Nimbas Graduate School of Management in Utrecht.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Tyson ist derzeit Chefin (Dean) der London Business School (LBS), nachdem sie zuvor schon das gleiche Amt an der Haas School of Business der University of California at Berkeley bekleidete. Sie wird am Ende des Jahres die LBS verlassen und wohl als Professorin an die Haas School zurückkehren – vorübergehend, wie man glauben darf. Denn Tyson, die unter Präsident Clinton Chairman des Council of Economic Advisors war und zuletzt auch im Präsidentschaftswahlkampf gegen George Bush aktiv war, werden immer wieder politische Ambitionen nachgesagt.

Stärker in der Business School verankert scheint die Australierin Judy D. Olian zu sein, die neue Nummer eins (Dean) der Anderson School der University of California at Los Angeles (UCLA). Die 54-Jährige bekleidete zuvor die gleiche Position am Smeal College of Business der Pennsylvania State University. Wie das Handelsblatt erfuhr, soll Olian im nächsten Jahr auch Präsidentin der weltweit wichtigsten Business School-Vereinigung AACSB werden.

Auch in der Kategorie Management-Guru sind Frauen so gut wie nicht vertreten. Einzige Ausnahme ist Rosabeth Moss Kanter, Professorin an der legendären Harvard Business School (HBS). Autorin von einem Dutzend wegweisenden Büchern („When Giants Learn to Dance“, „Men & Women of the Corporation“, „Confidence“), ausgezeichnet mit nicht weniger als 22 Ehrendoktorhüten und zahlreichen anderen Ehrungen, spielt sie in der Liga der „50 einflussreichsten Business-Vordenker“, die das Beratungsunternehmen Accenture gekürt hat.

Trotz dieser Untergewichtung haben sich Business Schools auch für Frauen als das Karrieresprungbrett schlechthin erwiesen – vor allem wenn sie Amerikanerinnen sind. Nimmt man die vom US-Wirtschaftsmagazin „Fortune“ jährlich aufgestellte Liste der „50 Most Powerful Women in Business“ als Maßstab, so zeigt sich, dass über die Hälfte von ihnen einen MBA haben.

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