2005-Statistik
Frauen holen beim Verdienst auf

Die deutschen Arbeitnehmerinnen haben im vergangenen Jahr den Verdienstrückstand im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen etwas verringern können. Der Unterschied bleibt dennoch erheblich - und Führungspositionen erklimmen immer noch vor allem Männer.

HB WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, stieg der durchschnittliche Bruttoverdienst vollzeitbeschäftigter Frauen um 2,3 Prozent, wogegen der entsprechende Verdienst von Männern nur um 1,8 Prozent gestiegen sei. „Ein Grund für den etwas stärkeren Anstieg könnte sein, dass der Anteil der Frauen in besser bezahlten Positionen weiter zugenommen hat“, erklärte die Behörde.

Allerdings erreichten Frauen noch immer viel seltener als Männer führende Positionen; deswegen blieben die Verdienstunterschiede erheblich: So verdienten die Frauen im Produzierendem Gewerbe und Handel sowie bei Banken und Versicherungen im Schnitt 2 539 Euro im Monat brutto und damit rund 20 Prozent weniger als die Männer mit 3 182 Euro.

In den neuen Bundesländern ist der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern dabei deutlich geringer als in Westdeutschland: In den neuen Bundesländern verdienten Arbeitnehmerinnen im vergangenen Jahr durchschnittlich 2 071 Euro und damit nur 11,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen mit 2 346 Euro; im früheren Bundesgebiet betrug der Verdienstabstand 20,3 Prozent. Hauptgrund dafür ist, dass im Osten weit mehr Frauen als im Westen in besser bezahlten Jobs arbeiten.

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