43-jährige Kläger vertrug Zigarettenqualm nicht
Von verqualmtem Arbeitsplatz geflüchtet

Arbeitnehmer, die sich an ihrem Arbeitsplatz vor dem Passivrauchen nicht schützen können und deren Arbeitgeber dagegen keine Abhilfe schaffen, dürfen das Beschäftigungsverhältnis lösen und haben sofortigen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

HB DÜSSELDORF. Die Verhängung einer Sperrzeit durch die Arbeitsagenturen wegen vorsätzlicher Herbeiführung der Arbeitslosigkeit ohne wichtigen Grund ist hier nicht zulässig. Das geht aus einer aktuellen Entscheidung des Hessischen Landessozialgerichts hervor.

Der 43-jährige Kläger hatte bei seinem Chef dagegen interveniert, dass im gesamten Betrieb geraucht werden durfte; er vertrage den Rauch nicht und wolle sich auch nicht den Gefahren des Passivrauchens aussetzen. Als der Arbeitgeber in der Folge nicht reagierte, kündigte der Mitarbeiter das Arbeitsverhältnis fristlos. Die Darmstädter Richter hielten die gesundheitlichen Gefahren durch Passivrauchen für ausreichend wissenschaftlich erwiesen.

(Az.: L 6 AL 24/05)

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%