61-jährige fiel mit Inlinern in der Toilette
Entgeltfortzahlung trotz Inliner-Unfall

Üben Arbeitnehmer verletzungsanfällige Sportarten aus, zieht der Chef die Stirn meist in Falten. Und das zu Recht. Denn das Landesarbeitsgericht (LAG) Saarland hat entschieden, dass der Arbeitgeber für die verletzungsbedingte Ausfallzeit einer Mitarbeiterin aufkommen muss, die sich bei einem Sturz mit Inline-Skates die Hand gebrochen hatte.

HB/crz GARMISCH. Begründung: Inline-Skating sei eine sportliche Art der Fortbewegung, die ganz im Trend der Zeit liegt. Als gefährlich könne die Sportart nicht angesehen werden, weshalb es bei sturzbedingten Verletzungen regelmäßig an einem relevanten Verschulden des Arbeitnehmers fehle.

In dem entschiedenen Fall war eine 61-jährige Arbeitnehmerin an Altweiberfassnacht in einem Faschingskostüm und mit Inline-Skates zu ihrem Arbeitsplatz in einem Verbrauchermarkt gekommen. Während der Mittagspause fuhr sie mit den Inline-Skates zu einem Restaurant, das sich in demselben Gebäude befindet. Dort trank sie eine Tasse Kaffee. Als sie kurz darauf zur Toilette musste, legte sie ihren Handgelenksschutz ab. Vor der Eingangstür zu dem Toilettenvorraum stürzte die Klägerin, weil dort auf dem Boden Wasser stand. Infolge des Sturzes brach sie sich das rechte Handgelenk. Deshalb war sie volle zwei Monate krank geschrieben. Die Klägerin hat mit ihrer Klage vor dem Arbeitsgericht unter anderem Entgeltfortzahlung für die ersten sechs Wochen ihrer Arbeitsunfähigkeit verlangt.

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