Abmahnung war Warnung genug
Ehrverletzung rechtfertigt fristlose Kündigung

Wiederholte ehrverletzende Behauptungen über Vorgesetzte können grundsätzlich eine fristlose Kündigung des Arbeitnehmers rechtfertigen. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem am Mittwoch bekannt gewordenen Urteil festgestellt.

HB/dpa FRANKFURT/M. Die Richter wiesen damit die Klage eines Ingenieurs gegen eine Leiharbeitsfirma zurück und erklärten dessen fristlose Kündigung für wirksam (Az.: 4 Ca 12722/02).

Zwischen dem Arbeitnehmer und der Firma war es zu Spannungen wegen unterschiedlicher Gehaltsvorstellungen gekommen. In der Folge schrieb der Ingenieur mehrere Briefe, in denen er den Vorgesetzen „Betrug und Bedrohungen“ vorwarf. Als er auch nach zwei Abmahnungen bei diesen nicht näher begründeten Vorwürfen blieb, wurde ihm fristlos gekündigt. Die beiden Abmahnungen hätten dem Ingenieur Warnung sein müssen, mit seinen haltlosen Verdächtigungen aufzuhören, so der Gerichtsvorsitzende.

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