Nachrichten
Absicherung des Anspruchs auf Zahnersatz vom Jahr 2005 an

Der Zahnersatz wird mit Wirkung vom 1. 1. 2005 aus dem Leistungskatalog ...

Der Zahnersatz wird mit Wirkung vom 1. 1. 2005 aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung herausgenommen. Vom gleichen Zeitpunkt an müssen die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung die Versorgung mit Zahnersatz für sich und ihre Familienangehörigen gesondert absichern. Dies können sie entweder in der gesetzlichen Krankenversicherung oder bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen tun. Die Zahnersatzversicherung ist also für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung als Pflichtversicherung ausgestaltet und zwingend vorgeschrieben. Wer allerdings die Absicherung der Versorgung mit Zahnersatz bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen wählt, bleibt dauerhaft nach einem den Spitzenverbänden vorliegenden Entwurf eines Rundschreibens zur Zahnersatzversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen. Für die Zahnersatzversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung wird im Übrigen ein einkommensunabhängiger bundeseinheitlicher Beitrag erhoben.
Von der Zahnersatzversicherung werden alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung erfasst. Dabei ist unerheblich, aufgrund welcher Rechtsgrundlagen die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht. Die Zahnersatzversicherung kommt daher gleichermaßen sowohl für versicherungspflichtige als auch für freiwillige Mitglieder in Betracht, und sie gilt auch für Personen, deren Mitgliedschaft z. B. wegen des Bezugs von Krankengeld oder während des Wehr- oder Zivildiensts fortbesteht.
Zuständig für die Durchführung der Zahnersatzversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Krankenkasse, der der Versicherte als Mitglied angehört. Es besteht also innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung nicht die Möglichkeit, die Zahnersatzversicherung bei einer anderen Krankenkasse abzuschließen als die, bei der die Mitgliedschaft besteht.
Für die nach § 10 SGB V versicherten Familienangehörigen ist eine eigene Zahnersatzversicherung nicht vorgesehen. Die versicherten Familienangehörigen sind - wie in allen anderen Leistungsbereichen - auch für den Anspruch Zahnersatz ohne eigene Beitragszahlung beim Mitglied mitversichert.
Sofern Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung eine Bescheinigung eines privaten Krankenversicherungsunternehmens darüber vorlegen, dass sie von diesem für sich und ihre nach § 10 SGB V versicherten Angehörigen Vertragsleistungen für Zahnersatz beanspruchen können, die der Art und dem Umfang nach denen der gesetzlichen Krankenkassen nach § 55 Abs. 1 und § 56 SGB V entsprechen, entfällt für das Mitglied und die Angehörigen nach § 58 Abs. 2 SGB V dauerhaft der Anspruch auf Versorgung mit Zahnersatz aus der gesetzlichen Krankenversicherung. Eine Befreiung von der gesetzlichen Zahnersatzversicherung kommt hiernach also nur dann in Betracht, wenn nicht nur für das Mitglied selbst, sondern auch für die nach § 10 SGB V versicherten Angehörigen eine der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbare Versorgung mit Zahnersatz bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen besteht. Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung und eine Versicherung für Zahnersatz bei einer Krankenkasse ist nach einer Befreiung auf Dauer ausgeschlossen.
Die Höhe des Beitrags für die Zahnersatzversicherung wird nach § 58 Abs. 3 Satz 1 SGB V von den Spitzenverbänden der Krankenkassen gemeinsam und einheitlich jeweils bis zum 1. 10. für das folgende Kalenderjahr festgelegt.

Quelle: DER BETRIEB, 30.03.2004

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%