Aktion „Handelsblatt macht Schule“ startet in die zweite Runde
Lehrer gehen offensiv mit dem Thema „Ökonomische Bildung“ um

Die Bestandsaufnahme im Frühjahr war dramatisch. Deutschland – ein Land, in dem der ökonomische Analphabetismus um sich greift. In mehreren wissenschaftlichen Studien bewies das Volk der Dichter und Denker, dass es sich mit wirtschaftlichen Zusammenhängen schwer tut.

HB DÜSSELDORF.Der Sitz der Europäischen Zentralbank? Aktien als sichere Geldanlage? Fragen, bei denen selbst Wirtschaftsstudenten ins Schwitzen kamen.

Doch die Schulen haben reagiert. „Es tut sich etwas“, sagt Hans Kaminski, Professor an der Universität Oldenburg und Leiter des Instituts für Ökonomische Bildung. „Die Aufgeschlossenheit dem Thema Wirtschaft gegenüber wächst.“ So dürfen die Gymnasien in Nordrhein- Westfalen von diesem Schuljahr an in der Oberstufe das Fach „Sozialwissenschaften/Wirtschaft“ anbieten.

Unabhängig von der politischen Vorgabe werden Lehrer und Schüler nun aber auch selbst aktiv. Überall im Land entstehen Schülerfirmen. Die Pädagogen setzen sich mit jungen Nachwuchsunternehmern in der Freizeit zusammen und tüfteln an Business-Plänen und Internet- Auftritten herum.

Aber auch der theoretische Unterricht ändert sich grundlegend. Innerhalb des vergangenen Jahres haben mehr als 1 200 Lehrer an der Aktion „Handelsblatt macht Schule“ teilgenommen. Über das Internet bietet das Handelsblatt gemeinsam mit dem Institut für Ökonomische Bildung kostenloses Unterrichtsmaterial an. Rund 7 000 Mal haben Lehrer bisher die Handelsblatt-Materialien heruntergeladen, die von dem Institut didaktisch aufbereitet wurden. Und ein Ende dieser Entwicklung ist noch nicht in Sicht. So wurde die Internet-Seite „Wirtschaft aktuell im Unterricht“ inzwischen hunderttausendfach angeklickt.

Den Löwenanteil der teilnehmenden Schulen stellen die Gymnasien (zwei Drittel). Unter den Bundesländern liegt Nordrhein-Westfalen vorn (ein Viertel), vor Niedersachsen und Baden-Württemberg (je 14 Prozent).

In dieser Woche nun geht die Aktion „Handelsblatt macht Schule“ in ihr zweites „Schuljahr“. Und das Handelsblatt wird die Aktion publizistisch begleiten.

An jedem Freitag finden Sie auf dieser Seite Trendgeschichten aus der Welt der Schulen und Hochschulen – immer aus dem Blickwinkel der Ökonomischen Bildung.

In unserer neuen Serie „Wirtschaft im Labor“ stellen wir Projekte aus den Wirtschaftsfakultäten der Hochschulen vor. Häufig wird dort hinter verschlossenen Türen geforscht, obwohl die Erkenntnisse für die Allgemeinheit ausgesprochen interessant sein können.

Und für unsere neue Rubrik „Rezension“ haben wir Professoren gebeten, Fachbücher aus der Welt der Wirtschaftswissenschaften für die Leser zu begutachten. Besonders wichtig ist uns dabei die Frage, wie verständlich die Bücher geschrieben sind, mit denen die Studenten an den Hochschulen klar kommen müssen.

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