Aktuelle Rechtsprechung
Keine Kündigung mit „i.A.“

Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses bedarf der Schriftform. Diese ist aber nicht gewahrt, wenn in dem mit "Geschäftsführer" gekennzeichneten Feld dessen Assistent und Betriebsleiter die Kündigung unterschreibt und dabei ein "i.A." statt eines "i.V." voranstellt. Das geht aus einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Hamburg hervor.

HAMBURG. Begründung: Der mit "i.A." Unterzeichnende tue kund, dass gerade nicht er selbst die Erklärung verfasst hat, sondern diese von seinem Geschäftsherrn stammt, in dessen Auftrag er handelt und sie lediglich übermittelt. Die Unterzeichnung "i.A." sei in großen Betrieben zudem oft kennzeichnend für niedrigere Hierarchieebenen. Wer mit "i.A." unterschreibe, handele in der Regel nur als Bote. Der Bote, so das Gericht, gebe aber im Gegensatz zum Vertreter nicht eine eigene, sondern eine fremde Willenserklärung im fremden Namen ab (Az.: 27 Ca 21/06).

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