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Neue Chance trotz schwacher Leistung

MAINZ. Ein Arbeitgeber darf einem leistungsschwachen Mitarbeiter erst kündigen, wenn er ihn zuvor abgemahnt und ihm danach eine Bewährungschance gegeben hat. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz in Mainz hervor.

MAINZ. Vor einer verhaltensbedingten Kündigung müsse der Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sein Verhalten zu ändern, urteilten die Richter. Sei dies jedoch nicht möglich, etwa wenn der Mitarbeiter nach Erhalt der Abmahnung krank werde. Der Arbeitgeber dürfe ihm nicht ohne weiteres kündigen, heißt es in der Urteilsbegründung. (Az.: 9 Sa 786/05).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Kündigungsschutzklage eines Arbeitnehmers gegen seinen Arbeitgeber statt. Dieser hatte dem Mitarbeiter zwar eine Abmahnung erteilt und ihn zu besseren Leistungen aufgefordert. Nach Erhalt des Schreibens war der Mitarbeiter jedoch längere Zeit krank. Daraufhin kündigte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis.

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