Altersdiskriminierung
Gekürzter Anspruch ist rechtens

Benachteiligt fühlte sich ein älterer Beschäftigter durch eine Sozialplan-Regelung. Seine Klage blieb dagegen erfolglos.

Ein Unternehmen plante die Schließung eines Betriebs und kündigte den Mitarbeitern. Laut Sozialplan sollten Arbeitnehmer, die älter als 58 Jahre waren, niedrigere Abfindungen erhalten. Dagegen klagte ein 59-Jähriger: Dass er 65 349 statt der ihm wegen langer Firmenzugehörigkeit zustehenden 127 000 Euro bekomme, sei diskriminierend.

Nein, sagte das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg (9 Sa 211/07). Auch in Zeiten strenger Antidiskriminierungsregeln sei es legitim, Älteren weniger zu zahlen. Schließlich könnten die Nachteile der Kündigung wegen der nahenden Rente "zuverlässiger abgeschätzt" werden als bei Jüngeren. "Arbeitnehmer im rentennahen Alter müssen weiter damit rechnen, dass ihnen nur gekürzte Sozialplanansprüche zugesprochen werden", sagt Alexander Wolff, Anwalt bei Baker & McKenzie.

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