Andere Situation bei Frauen
Vorruhestand mit 60 – jetzt aber schnell!

Arbeitnehmer, die wegen der bisherigen Rechtslage noch mit 60 Jahren in den Vorruhestand wechseln wollen, müssen sich beeilen. Der Grund: Am 3. Dezember 2003 wird das Bundeskabinett voraussichtlich die Altersgrenze für die vorzeitige Inanspruchnahme von Rente auf 63 Jahre anheben.

HB GARMISCH. Konnte ein 54-jähriger Arbeitnehmer bisher mit seinem Arbeitgeber nach dem so genannten Blockzeitmodell eine dreijährige Arbeits- und anschließend eine ebenso lange Freistellungsphase vereinbaren, um dann mit 60 in den Vorruhestand zu gehen, wird dies künftig erst ab 57 möglich sein - dann allerdings bezogen auf ein Vorruhestandsalter von 63 Jahren.

"Handlungsbedarf besteht für die Arbeitnehmer, die zwischen dem 1.1.1946 und dem 3.12.1948 geboren sind und den Wunsch haben, bereits mit Vollendung ihres 60. Lebensjahres eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung nach Altersteilzeit oder Arbeitslosigkeit in Anspruch zu nehmen", erläutert Fachanwältin Antje Burmester aus dem Kölner Büro der Kanzlei Ulrich Weber & Partner. Wie bisher ist dafür Voraussetzung, dass dem Rentenbezug eine Altersteilzeitbeschäftigung von mindestens zweijähriger Dauer vorausgegangen ist. Können sich diese Mitarbeiter nicht bis spätestens 3.12.2003 dazu entscheiden, eine Altersteilzeitvereinbarung abzuschließen, wird durch die Neuregelung die bisherige Altersgrenze von 60 Jahren für diese Rentenart in monatlichen Stufen um jeweils einen Monat bis auf das vollendete 63. Lebensjahr angehoben.

Unverändert bleibt, dass die Altersrente nach Altersteilzeit gegenüber der nach Vollendung des 65. Lebensjahres gewährten Regelaltersrente um 18 Prozent gekürzt ist. Wer also keine finanziellen Abstriche hinnehmen will, der denkt über die Altersteilzeit besser erst mit 59 Jahren nach.

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