Arbeitnehmerinteressen wichtiger
Übertriebene Unterschrift macht Zeugnis ungültig

Eine vom Arbeitgeber im Zeugnis verwendete überdimensionierte Unterschrift ist nicht ordnungsgemäß, wenn dadurch der Verdacht aufkommen kann, er wolle sich von dem Zeugnisinhalt distanzieren.

Eine vom Arbeitgeber im Zeugnis verwendete überdimensionierte Unterschrift ist nicht ordnungsgemäß, wenn dadurch der Verdacht aufkommen kann, er wolle sich von dem Zeugnisinhalt distanzieren.

Das hat das Landesarbeitsgericht Nürnberg im Fall eines wütenden Unternehmers entschieden, der bereits zu einer Zeugnisberichtigung verurteilt worden war und das neue Zeugnis mit einer Kinderunterschrift im Ausmaß von 14,5 x 10 cm versah.

Das Interesse des Arbeitnehmers an der erleichterten Wiedererlangung eines Arbeitsplatzes sei gewichtiger als die Freiheit des Unternehmers, Dokumente nach Belieben zu paraphieren.

LAG Nürnberg, Az.: 4 Ta 153/05

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