Arbeitsgerichtsurteil
Kündigung muss im Original ausgehändigt werden

Will sich ein Arbeitgeber von einem Mitarbeiter trennen, muss das Kündigungsschreiben von einem Vertreter des Unternehmens unterschrieben sein und dem Arbeitnehmer auch in dieser Form ausgehändigt werden. Ansonsten ist die Kündigung ungültig.

HB DÜSSELDORF. Kündigungsschreiben müssen vom Vertreter des Arbeitgebers eigenhändig unterschrieben sein und dem Arbeitnehmer auch in dieser Form ausgehändigt werden. Ansonsten ist die Kündigung ungültig, wie das Landesarbeitsgericht Düsseldorf in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschied. Es reiche nicht, dem Arbeitnehmer eine Kopie der Original-Kündigung zu überreichen.

Im vorliegenden Fall hatte eine Frau geklagt, deren Arbeitgeber ihr die Original-Kündigung zwar vorgelegt, aber nicht ausgehändigt hatte. Stattdessen hatte sie eine Kopie des Schreibens erhalten, wie das Gericht mitteilte. Die Frau klagte und berief sich auf die mangelnde Schriftform und den fehlenden Zugang zum Kündigungsschreiben. Das Landesarbeitsgericht gab der Klägerin Recht. Die Vorlage eines Original-Kündigungsschreibens "zur Ansicht, aber nicht zum Mitnehmen" genüge nicht den gesetzlichen Ansprüchen. Die Kündigung sei daher unwirksam. Gegen das Urteil wurde die Revision nicht zugelassen.

(Aktenzeichen: Landesarbeitsgericht Düsseldorf 12 Sa 132/07)

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