Arbeitsrecht
Kurzerkrankung: Chef darf Notbremse ziehen

Eine Kündigung aus krankheitsbedingten Gründen muss nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein auch fürchten, wer häufiger von Kurzerkrankungen heimgesucht wird, die auf eine besondere Krankheitsanfälligkeit schließen lassen.

HB DÜSSELDORF. In dem Urteilsfall litt eine 30-jährige Arbeitnehmerin über neun Jahre lang ständig an Infekten und Kreislaufbeschwerden, so dass sie jährlich rund ein viertel Jahr arbeitsunfähig krank geschrieben war. Allein die Entgeltfortzahlungskosten beliefen sich auf rund 21 500 Euro. Eine Weiterbeschäftigung, so das Gericht, sei dem Arbeitgeber auch deshalb nicht mehr zumutbar, weil die Mitarbeiterin kein Attest mit einer positiven Zukunftsprognose hinsichtlich ihrer besonderen Krankheitsanfälligkeit beigebracht hatte

Az.:
3 Sa 320/05

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