Arbeitssüchtige schaden dem Unternehmen
Mehr Druck statt neuer Freiheit

Arbeitssüchtige schaden dem Unternehmen. Denn ist die Arbeitssucht erst einmal ausgebrochen, gehören die Betroffenen schnell zu den Leistungsschwächsten. Zwar verbringen sie immens viel Zeit im Büro, das Ergebnis ihrer Arbeit ist aber mangelhaft.

Können Sie sich auch nach zehn Stunden im Büro nicht überwinden, nach Hause zu gehen? Haben Sie am Ende eines Arbeitstages oft das Gefühl, kaum etwas geschafft zu haben, obwohl sie konzentriert gearbeitet haben? Können Sie freie Tage nicht genießen und sehnen sich selbst sonntags nach dem Büro? Auf die leichte Schulter nehmen sollten Sie diese Beobachtungen nicht. Denn sie beweisen keineswegs, dass Sie ein hart arbeitender, belastbarer und erfolgreicher Mensch sind. Im Gegenteil: Womöglich sind Sie längst arbeitssüchtig, schaden sich selbst und verbauen sich so Karrierechancen.

Die Arbeitssucht wird in Deutschland zur Volkskrankheit: „Ich rechne bereits heute mit bis zu 300 000 Arbeitssüchtigen in deutschen Unternehmen“, warnt Stefan Poppelreuter, Psychologe an der Universität Bonn. Die Zahl der gefährdeten Arbeitnehmer hält der Experte für noch größer: „Jeder siebte ist stark gefährdet, arbeitssüchtig zu werden.“

Ist die Arbeitssucht erst einmal ausgebrochen, gehören die Betroffenen schnell zu den Leistungsschwächsten. Zwar verbringen sie immens viel Zeit im Büro, das Ergebnis ihrer Arbeit ist aber mangelhaft. Arbeitssüchtige verzetteln sich in ihren Aufgaben und können keine Prioritäten mehr setzen, obwohl sie die höchsten Anforderungen an sich selbst stellen. „Im schlimmsten Fall verwenden sie auf das Kaffee kochen ebenso viel Energie wie auf die Planung der Unternehmensstrategie“, warnt Poppelreuter, „das geht nicht lange gut.“

Wissenschaftler definieren Arbeitssucht als krankhafte Fixierung auf die Arbeit. Obwohl die Betroffenen an ihrem Job keine Freude haben, unterliegen sie einem inneren Zwang, zu arbeiten. An freien Tagen quälen sie sich mit Entzugserscheinungen wie Alkoholiker. Darunter leiden Gesundheit und Privatleben.

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