Arbeitsverträge mit Angehörigen
Leicht verdientes Geld

Zahlen Arbeitgeber an Angehörige, die in ihrem Unternehmen beschäftigt sind, vermuten Finanzbeamte oft eine verdeckte Gewinnausschüttung. Zu Unrecht, befand der Bundesfinanzhof jetzt - jedenfalls im ihm vorliegenden Fall.

Die Gesellschafter einer GmbH stellten ihre Ehefrauen als "Lektorinnen" ein. Die Damen kassierten für ihre Arbeit vom Unternehmen zwischen 250 000 und 320 000 Euro pro Jahr. Viel zu viel, sagte das Finanzamt, akzeptabel seien maximal 150 000 Euro im Jahr. Das restliche Gehalt der Ehefrauen sei eine "verdeckte Gewinnausschüttung", mit der die Männer die Gewinne ihrer GmbH steueroptimal auf Familienmitglieder verteilen wollten. Der überhöhte Teil der Zahlungen müsse deshalb wieder zum Gewinn der Gesellschaft addiert und versteuert werden. Doch damit nicht genug: Zusätzlich müssten die Frauen für die komplette verdeckte Ausschüttung Schenkungsteuer zahlen.

Falsch, sagte jetzt der Bundesfinanzhof (II R 28/06): Es gebe keine juristisch haltbaren Anhaltspunkte dafür, dass der klagende Mann eigene Ansprüche seiner Frau zugute kommen lassen wollte. Dass die GmbH, an der er beteiligt seit, seiner Gattin eine überhöhte Vergütung zahle, rechtfertige diese Schlussfolgerung nicht.

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