Arbeitsvertrag
Zeitvertrag bleibt Zeitvertrag

Ein Zeitvertrag verlängert sich nur dann automatisch, wenn der Arbeitnehmer über das Vertragsende hinaus weiter arbeitet und der Arbeitgeber dem zuvor nicht widersprochen hat. Ansonsten gilt er als ausgelaufen, wie jetzt ein Professor erfahren musste.

Der Mathematik-Professor wollte seinen bis Februar 2005 befristeten Arbeitsvertrag als Wissenschaftler der Universität Rostock in einen unbefristeten Vertrag umwandeln lassen. Im September 2004 sprach er deswegen bei der Univerwaltung vor. Dies lehnte sie jedoch schriftlich im Dezember 2004 ab. Von dem Nein ließ sich der Dozent nicht beeindrucken und arbeitete über den 28. Februar 2005 hinaus. Statt sich einen neuen Job zu suchen, verklagte er die Uni auf Umwandlung seines Zeitvertrages.

Vor Gericht kam er damit aber nicht durch. Das Bundesarbeitsgericht stellte klar, dass ein unbefristeter Vertrag sich nur dann automatisch verlängert, wenn der Arbeitnehmer über das Vertragsende hinaus weiter arbeitet und der Arbeitgeber dem zuvor nicht widersprochen hat (7 AZR 501/06). Da die Uni einen neuen Vertrag abgelehnt habe, müsse der Mathematiker seinen Schreibtisch räumen.

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