Arbeitszeit muss unter 20 Stunden liegen
Werkstudent darf Prüfung wiederholen

Arbeitgeber, die junge Abiturienten einstellen, können sie später als Studenten mit verringerter Soziallast weiterbeschäftigen.

HB/mwo KASSEL. Wie das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied, bleibt das so genannte Werkstudentenprivileg bis zur letzten Prüfung bestehen - auch dann, wenn eine bestandene Prüfung freiwillig wiederholt werden kann.

Voraussetzung für die Vergünstigung ist, dass die Studenten sich überwiegend ihrem Studium widmen und daher nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. In der studentischen Kranken- und Pflegeversicherung sind sie dann mit Einheitsbeiträgen versichert, derzeit 67,90 und 11,90 Euro. Seit 1996 werden für die Rentenversicherung Beiträge fällig, wenn das Einkommen über 400 Euro liegt. Von der Arbeitslosenversicherung sind sie generell befreit.

Mit mehreren Urteilen sprach das BSG klagenden Studenten und Arbeitgebern die Vergünstigungen zu. So hatte ein gelernter Bankkaufmann nach Aufnahme eines Jura-Studiums seine Arbeit auf zwölf Stunden reduziert. Dennoch meinte seine Krankenkasse, er setze seine alte Beschäftigung fort und müsse daher die vollen Sozialabgaben zahlen. Doch das wäre eine ungerechtfertigte Benachteiligung gegenüber anderen Studenten, die ihre Arbeit erst neu beginnen, urteilte das BSG.

Nach weiteren Urteilen sollen Studenten, die nach einem so genannten Freiversuch ihre Examensprüfung wiederholen wollen, dadurch keine Nachteile haben. Andernfalls werde der gewollte Anreiz zu einem frühen Abschluss verringert.

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