Attestflut
Richter kritisieren Ärzte

Die Praxis einiger Kassenärzte, ihren Patienten auf Wunsch ein aufgehobenes Leistungsvermögen im Erwerbsleben zu attestieren, hat das Sozialgericht Dortmund in einem neuen Urteil kritisiert. Eine 46-jährige langzeitarbeitslose Arbeiterin legte in ihrem Rechtsstreit um eine Erwerbsminderungsrente insgesamt 29 Atteste ihrer 6 behandelnden Ärzte vor.

HB DORTMUND. Die gerichtlichen Sachverständigen hielten die Klägerin jedoch für in der Lage, eine körperlich leichte Tätigkeit zu verrichten. Nach Auffassung des Kammervorsitzenden seien niedergelassene Ärzte zunehmend bereit, durch Atteste für ihre Patienten Einfluss auf Sozialgerichtsverfahren zu nehmen. Hierbei könnten auch Aspekte der Kundenbindung eine Rolle spielen. (Az.: S 34 RJ 282/04).

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