Aufstieg im Mittelstand
Kein Rädchen im Getriebe

Der Mittelstand bietet inzwischen exzellente Karrierechancen für Uniabsolventen – auch wenn sich die Mehrheit der Jungakademiker ein anderes Berufsziel setzt. Doch verläuft der Aufstieg hier nach anderen Regeln: Einzelkämpfer mit Ellenbogenmentalität haben einen schweren Stand.
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DÜSSELDORF. Yvonne Maierhofer hatte die freie Auswahl: Sie hätte beim Weltkonzern Siemens anfangen können. Die Deutsche Bank wollte sie als Trainee. Und auch beim Beratungsunternehmen Deloitte nahm sie im Auswahlverfahren alle Hürden. Doch die Wirtschaftsingenieurin, die an der TU Karlsruhe und im kalifornischen Berkeley studierte, lehnte alle drei Jobangebote ab. Stattdessen heuerte sie beim 140-Mann-Mittelständler CAS Software an. "Ich wollte schnell Verantwortung übernehmen", begründet die 31-Jährige ihre Wahl. Das gehe in einem kleinen Unternehmen besser als in einem Konzern, wo man nur ein Rädchen im Getriebe sei.

Karriere im Mittelstand? Die Mehrheit der Jungakademiker wünscht sich etwas anderes. Die Ranglisten der beliebtesten Arbeitgeber dominieren regelmäßig Konzerne wie BMW, Porsche, IBM und Lufthansa. Wichtig ist den Hochschulabsolventen vor allem ein gutes Gehalt, die Aussicht auf internationale Projekte und auf schnelle Führungsverantwortung. Mittelständische Unternehmen hingegen stehen bei vielen Berufseinsteigern im Ruf, provinzielle Entwicklerstuben zu sein. Ideal für bodenständige Schrauber und Tüftler, aber nichts für ambitionierte Nachwuchsmanager, die globale Herausforderungen suchen.

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