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In der Krise gehen die Geschäftskontakte zurück

Die Unternehmenskrise ist gesellschaftsfähig geworden. War sie doch in Zeiten des Wachstums etwas war, das höchstens andere betraf. Beste Adressen von A wie AgfaPhoto bis W wie Walter Bau und fast 40.000 Unternehmensinsolvenzen pro Jahr belegen dies auf eindrucksvolle Weise. So wundert es wenig, dass Krisenmanagement Hochkonjunktur hat und fast so etwas wie eine Königsdisziplin für Manager geworden ist.

HB DÜSSELDORF. Eine Unternehmenskrise ist als Gefährdung wesentlicher Ziele oder der Existenz definiert. Da mit dem Krisenfortschritt der Handlungsspielraum rapide abnimmt, gilt es, die Bedrohung möglichst früh zu erkennen - am besten bevor sie zur Krise wird. Das ist Aufgabe des Risikomanagements, das Chancen wie Risiken identifizieren, hinsichtlich Nutzen- und Chancenpotenzial bewerten und geeignete Maßnahmen vorschlagen soll.

Ist eine Bedrohung Realität geworden und die Krise eingetreten, läuft sie zumeist nach einem bestimmten Muster ab. Die Strategiekrise bleibt oft unerkannt oder wird verdrängt. Rückläufiger Absatz und schwindende Erträge sind die Folgen. Versucht man diesen mit erhöhter Vertriebsanstrengung oder Kostensenkung zu begegnen, kuriert man an Symptomen ohne den Krisenherd, die falsche Strategie, zu beseitigen. Gerade kleine und mittlere Firmen ohne aufwändige Stäbe zur Risikoüberwachung können vom Erfahrungsaustausch profitieren, wie ihn Institutionen (Kammern, Verbände, ...) und in zunehmenden Maß auch Internetportale (BMWA, Handelsblatt.net, ...) bieten.

Die schnelle Reaktion innerhalb der ersten drei Krisenphasen bietet zudem den Vorteil, dass die Krise im Unternehmen bleibt und kaum nach außen dringt. Das ist besonders wichtig, da sonst die nutzbaren Geschäftskontakte sehr schnell abnehmen – eine krisenbehaftete Firma scheuen die anderen wie der Teufel das Weihwasser. Das eigene Netzwerk muss gut gepflegt und so dimensioniert sein, dass es Alternativen für Ausfälle bietet.

Die nächste Phase, die Liquiditätskrise, lässt sich nicht mehr verheimlichen. Hier merken Banken und Lieferanten aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Zahlungszielen, dass Gefahr droht. Mehr zu Methoden der Krisenerkennung und -bewältigung lesen Sie im Forum „Rating und Bewertung von kleinen und mittleren Unternehmen“. Stellen Sie gern dort auch Ihre Fragen!

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