Ausbildungsabgabe in der Kritik
DIHK sieht positive Entwicklung auf Ausbildungsmarkt

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Der Rückstand bei den neu eingetragenen Ausbildungsverträgen gegenüber dem Vorjahr habe sich verringert, berichtete der Verband am Dienstag in Berlin.

HB/dpa BERLIN. Zum 31. Juli seien 194 000 neue Verträge registriert worden, 5,9 % weniger als im Vorjahr. Ende Juni habe der Rückstand noch 7,6 % betragen.

Höchste Priorität müsse die Schaffung und Vermittlung neuer Ausbildungsplätze haben, „nicht die fruchtlose Debatte um veränderte Finanzierungsmodalitäten.“ Die Diskussion um eine Ausbildungsabgabe motiviere die Betriebe nicht zu mehr Ausbildung, sondern fördere eine Abwartehaltung zu Lasten der Jugendlichen auf Lehrstellensuche.

Nach Angaben von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) aus der vergangenen Woche hat die Wirtschaft bislang knapp 51 000 Ausbildungsplätze weniger angeboten als im Vorjahr. Gleichzeitig seien acht Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres bei den Arbeitsämtern etwa genauso viele Bewerber gemeldet wie 2002.

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