Auswirkungen genau darlegen
Auftragsrückgang kein Grund für Kündigung

Allein aufgrund eines Auftragsrückgang dürfen Unternehmen keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen. Das urteilte das Arbeitsgericht Frankfurt am Main.

HB FRANKFURT/M. Das Arbeitsgericht Frankfurt gab in einem am Donnerstag bekannt gewordenen Urteil den Klagen zweier Maler und Lackierer gegen ein Weißbinderunternehmen statt und erklärte deren Kündigungen für gegenstandslos.

Der Firmeninhaber hatte zu den Kündigungen der beiden Arbeitnehmer lediglich festgestellt, dass er wegen starken Auftragsrückgangs „eine Kolonne schließen musste“. Dem Urteil zufolge hätte er aber genau darlegen müssen, in welcher Weise der Auftragsrückgang Auswirkungen auf die beiden konkreten Arbeitsplätze hatte. Außerdem seien die beiden Maler nicht auf ihre Sozialdaten - Betriebszugehörigkeit, Lebensalter und Unterhaltspflichten - geprüft worden.

AZ 9 Ca 4123/03

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