Beamter hatte an Tauschzirkel teilgenommen
Land darf wegen Kinderpornografie Lehrer entlassen

Ein beamteter Lehrer darf aus dem Dienst entfernt werden, wenn er Kinderpornografie besitzt und tauscht. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Oberverwaltungsgerichts Koblenz hervor.

HB KOBLENZ. Die Richter erklärten, der Schutz von Kindern gehöre zu den Kernpflichten eines Lehrers. Ein Verstoß hiergegen offenbare einen erheblichen Charaktermangel, der eine Entlassung begründet.

Im vorliegenden Fall waren im Rahmen strafrechtlicher Ermittlungen der PC des Lehrers und zwei CD-ROM mit kinderpornografischem Material beschlagnahmt worden. Die Untersuchung der Datenträger ergab nach Angaben des Gerichts, dass der Pädagoge mindestens 163 Bilddateien besaß, die den sexuellen Missbrauch von Kindern unter 14 Jahren zeigten. Darüber hinaus habe er zu Tauschzwecken 193 kinderpornografische Bilddateien an andere Personen versandt.

Das OVG erklärte nun, bereits die hohe Zahl der bei ihm gefundenen sowie von ihm versandten Bilder zeige, dass er bewusst gehandelt habe. Er habe intensiv am Markt für Kinderpornografie teilgenommen, was zu einem endgültigen Vertrauensverlust des Landes Rheinland-Pfalz gegenüber dem Lehrer geführt habe.

(Aktenzeichen: Oberverwaltungsgericht 3 A 10296/07)

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