Befristete Arbeitsverträge gewinnen an Bedeutung
Kapazitäten noch längst nicht ausgelastet

Die Unternehmen wollen eher Arbeitszeiten flexibilisieren als Mitarbeiter neu einstellen.

DÜSSELDORF. Auf dem Arbeitsmarkt haben die Arbeitgeber derzeit noch Heimspielbedingungen: Über 90 Prozent der vom Zeitarbeitsunternehmen Randstad befragten 543 Experten sehen derzeit die Arbeitgeber gegenüber Bewerbern in der stärkeren Position. Und: Dies wird sich nach der Einschätzung der Vorstände/Geschäftsführer (18 Prozent der Teilnehmer), Personalleiter (57 Prozent) und Personalreferenten (10 Prozent) auch im nächsten halben Jahr nicht ändern.

Hauptgrund ist sicherlich der Personalabbau, der bei 39 Prozent der befragten Unternehmen zwischen November 2003 und Februar 2004 stattgefunden hat – in den sechs Monaten davor hatten nur 34 Prozent der Firmen zu diesem Mittel gegriffen. Es gibt hier nur einen Lichtblick: Bei den Unternehmen, die weniger als 100 Mitarbeiter haben, meinen 22 Prozent, dass ihre Belegschaft im nächsten halben Jahr wächst; nur 10 Prozent wollen weiter abbauen.

Bei den Unternehmen zwischen 100 und 500 Mitarbeitern rechnet ein Viertel mit weiterer Personalreduzierung; 22 Prozent wollen zulegen. Bei den Häusern mit einer Belegschaft von mehr als 500 Mitarbeitern rechnen aber 38 Prozent mit schrumpfender Mitarbeiterzahl, während nur 15 Prozent an Expansion denken. „Eine Trendwende am Arbeitsmarkt ist damit noch nicht richtig abzusehen“, kommentiert Heide Franken, Randstad-Geschäftsführerin in Deutschland.

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