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Befristung des Vertrags nach Arbeitsstart unzulässig

Auf Nummer sicher geht nur, wer alle Einzelheiten eines Arbeitsvertrags vor Antritt der Stelle schriftlich niederlegt. Eine mündliche Vereinbarung über eine Befristung ist unwirksam, wenn der Vertrag erst nach Arbeitsantritt unterschrieben wird.

HB ERFURT. Die obersten Arbeitsrichter gaben damit am Mittwoch einem Arbeitnehmer aus Sachsen-Anhalt Recht, der auf unbefristete Beschäftigung geklagt hatte. Sein auf zwei Jahre befristeter Arbeitsvertrag war erst zehn Tage nach Arbeitsantritt unterzeichnet worden.

"Auf Grund der vor Beginn der Beschäftigung nur mündlich vereinbarten Befristung ist zwischen den Parteien ein unbefristetes Arbeitsverhältnis entstanden", urteilte der Siebte Senat des BAG in Erfurt. Die Befristigung eines Arbeitsvertrages bedürfe der Schriftform. Sie sei nicht gewahrt, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Befristungsabsprache erst nach Antritt der Arbeit schriftlich niederlegen.

7 AZR 198/04

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