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Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer mit einem Arbeitsentgelt innerhalb der sog. Gleitzone

Bei Arbeitnehmern, die gegen ein regelmäßiges monatliches Arbeitsentgelt ...

Bei Arbeitnehmern, die gegen ein regelmäßiges monatliches Arbeitsentgelt zwischen 400,01 € und 800 € (sog. Gleitzone) beschäftigt sind, wird für die Beitragsberechnung zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung als beitragspflichtige Einnahme nicht das tatsächlich erzielte Arbeitsentgelt, sondern ein nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Formel zu berechnender reduzierter Betrag zugrunde gelegt; die Formel lautet:
F × 400 + (2 - F) × (AE - 400)
Dabei ist "F" der Faktor, der sich ergibt, wenn der Wert 25 v. H. durch den durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz des Kalenderjahrs, in dem der Anspruch auf das Arbeitsentgelt entstanden ist, dividiert wird; der Faktor ist auf vier Dezimalstellen zu runden. Der durchschnittliche Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz eines Kalenderjahrs ergibt sich aus der Summe der zum 1. 1. desselben Kalenderjahrs geltenden Beitragssätze zur Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie des durchschnittlichen allgemeinen Beitragssatzes der Krankenkassen vom 1.3. des Vorjahrs. Der durchschnittliche Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz und der Faktor "F" sind vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung bis zum 31. 12. eines Jahrs für das folgende Kalenderjahr im Bundesanzeiger bekannt zu geben.
Nach der Bekanntmachung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung vom 8. 4. 2004 (BAnz Nr. 77 vom 23. 4. 2004 S. 8905) betrug am 1. 3. 2004 der durchschnittliche allgemeine Beitragssatz der Krankenkassen 14,3 v. H. Unter Zugrundelegung eines Beitragssatzes von 1,7 v. H. zur Pflegeversicherung, eines Beitragssatzes von 19,5 v. H. zur Rentenversicherung und eines Beitragssatzes von 6,5 v. H. zur Arbeitslosenversicherung ergibt sich mithin für das Kalenderjahr 2005 unverändert ein Faktor "F" von (25 v. H. : 42 v. H. =) 0,5952. Die oben genannte Formel für die Reduzierung des der Beitragsberechnung zugrunde zu legenden Arbeitsentgelts kann damit für das Kalenderjahr 2005 wie folgt vereinfacht werden:
Beitragspflichtiges Arbeitsentgelt = 1,4048 × tatsächliches Arbeitsentgelt - 323,84
Der zum 1. 1. 2005 aufgrund des Gesetzes zur Berücksichtigung der Kindererziehung im Beitragsrecht der sozialen Pflegeversicherung (Kinder-Berücksichtigungsgesetz - KiBG) in § 55 Abs. 3 SGB XI vorgesehene Beitragszuschlag für Kinderlose i. H. vom 0,25 v. H. wirkt sich im Übrigen auf den Faktor "F" nicht aus.

Quelle: DER BETRIEB, 02.02.2005

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