Betrugsverdacht
Presse darf fotografieren

Wird eine Kanzlei durchsucht, weil einer der Anwälte unter Betrugsverdacht steht, darf auch sein Partner von der Presse fotografiert werden. Das hat das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden.

HB DÜSSELDORF. Kommt es in einer Kanzlei zu einer Durchsuchung, weil einer der Advokaten unter Betrugsverdacht steht, muss es sein Kompagnon entschädigungslos hinnehmen, wenn die Presse beide mit Foto abbildet.

Das Oberlandesgericht Karlsruhe wies eine entsprechende Schmerzensgeldklage ab. Zwar liege eine Persönlichkeitsverletzung vor, weil der Artikel keinen Hinweis enthalten habe, dass nur gegen den Sozius ermittelt wurde. Die Veröffentlichung des Bildes sei aber nicht rechtswidrig, weil der Anwalt weder in einer Wohnung noch in einem sonst geschützten Raum abgelichtet wurde (Az.: 14 U 134/05).

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